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Rezensionen zu
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn

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Kurzbeschreibung: Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre vier Wände nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit, mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken – und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen – Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert... Zum Autor: A.J. Finn hat für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften geschrieben – u.a. für die »Los Angeles Times«, »Washington Post« und das »Times Literary Supplement (UK)«. Er ist in New York geboren, hat aber zehn Jahre in England gelebt, bevor er nach New York zurückkehrte. Sein Debütroman The Woman in the Window sorgte vor Veröffentlichung weltweit für Furore, wird in 39 Sprachen übersetzt und derzeit von Fox verfilmt. Meinung: Die Kinderpsychologin Anna Fox hat seit 10 Monaten ihr Haus nicht mehr verlassen. Nach einem tragischen Unfall leidet sie an Agoraphobie, der Angst vor u.a. weiten Plätzen, überfüllten Räumen und Menschenmengen. Sie lebt allein, ihr Mann und ihre Tochter haben sie verlassen. Ihre tägliche Beschäftigung besteht aus Online-Schachspielen, Hilfe für andere Agoraphobiker und der Beobachtung ihrer Nachbarn. Im gegenüberliegenden Haus zieht die Familie Russell neu ein, und Anna freundet sich mit dem Sohn, Ethan, etwas an. Auch mit der Mutter Jane macht sie Bekanntschaft, doch eines Abends beobachtet sie, wie Jane blutend in ihrer Wohnung zusammenbricht. Als Anna die Polizei informiert, will diese ihr nicht glauben, denn Jane hat keinerlei Verletzungen und leugnet, jemals mit Anna Kontakt gehabt zu haben. Doch diese Jane ist nicht die Frau, die Anna bereits kennengelernt hat. A.J. Finn hat mit seinem Debüt einen Thriller erschaffen, der unverkennbare Ähnlichkeiten mit dem Hitchcock-Klassiker Das Fenster zum Hof mit James Stewart und Grace Kelly aufweist. Auch hier wird eine an ihr Haus gefesselte Person Zeuge eines vermeintlichen Mordes in der Nachbarschaft. Allerdings ist Anna Fox eine unzuverlässige Hauptfigur: Seit sie ihr Haus nicht mehr verlassen hat und ihre Familie ausgezogen ist, trinkt sie sehr viel und nimmt zudem starke Medikamente. Somit zweifelt man manchmal an ihrem Verstand, zumal sie großer Fan von alten Filmklassikern aus dem Genre Noir ist, die sie sich fast täglich anschaut. Daher scheinen Realität und Fiktion zu verschwimmen und man kann sich nicht wirklich sicher sein, ob Anna wirklich einen Mord beobachtet hat oder sich dies nur einbildet gesehen zu haben. Genauso geht es der Polizei, die von vornherein davon ausgeht, dass Anna sich das alles nur ausgedacht hat, um Aufmerksamkeit zu erregen. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, gerät man selbst ins Wanken. Im Fortlauf der Geschichte erfährt man, warum Anna ihr Haus nicht mehr verlässt, was bei ihrem Unfall geschah und dieser Aspekt konnte durchaus überraschen. Der Täter, der die echte Jane auf dem Gewissen hat, ist vermeintlich früh ausgemacht, diese Vermutung stellt sich allerdings als falsch heraus. A.J. Finn legt hier einige geschickte Fährten und die Auflösung konnte mich durchaus überraschen, obwohl der agierende Personenkreis sich sehr in Grenzen hält. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten und laden zum Weiterlesen ein. Zwar ist die Grundgeschichte wie schon erwähnt nichts Neues, aber A.J. Finn hat mich mit seinem Debüt überzeugen können und ich hoffe, zukünftig noch mehr von dem Autor lesen zu dürfen. Fazit: Eine gelungene Hommage an den Hitchcock-Klassiker Das Fenster zum Hof, dessen Protagonistin lange unzuverlässig bleibt und deren Vorgeschichte tragisch ist.

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Atemberaubend

Von: Anna

28.03.2018

Inhalt Anna Fox ist seit einem traumatischen Erlebnis in ihrem Haus gefangen. Sie schafft es nicht die Schwelle ihrer Tür zu überschreiten. Deshalb verbringt sie ihre Tage mit Schwarz-Weiß Krimis, Wein und ihren Nachbarn, die sie vom Fenster aus beobachtet. Sie ist nicht glücklich, hat sich mit ihrer Situation aber abgefunden. Bis die Russels ins Haus gegenüber einziehen. Vater, Mutter und Kind, genau wie sie vor ihrer Krankheit. Sie sehnt sich zurück in diese Zeit und als ihre neue Nachbarin sie besucht wird diese Sehnsucht noch größer. Kurze Zeit später muss Anna ein schreckliches Verbrechen mit ansehen und möchte unbedingt helfen, doch wie soll sie das bewerkstelligen, wenn sie nicht aus dem Haus kann? Als ihr vor Panik schwarz vor Augen wird und sie im Krankenhaus wieder erwacht will ihr niemand glauben schenken. Anscheinend ist nichts passiert und plötzlich weiß Anna nicht mehr was wahr ist und was nicht. Durch eine E-Mail vom Verlag bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und war direkt begeistert. Der Klappentext hat mich angesprochen und die Thematik war mal wieder etwas anderes. Eine Frau, die ihr Haus nicht verlassen kann und schließlich nicht mehr weiß was sie wirklich gesehen hat. Ich war Feuer und Flamme und habe mich sehr darüber gefreut, dass ich das Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zugeschickt bekommen habe. Der Einstieg in die Geschichte ist super einfach. Man lernt Anna und ihre Krankheit sehr genau kennen und durchlebt mit ihr das, was für sie bereits 11 Monate Alltag ist. Wie sie sich Wein einschenkt, online chattet oder Schach spielt und sich schwarz-weiß Krimis ansieht. Außerdem stellt sie dem Leser ihre Nachbarn vor. Mit ihrer Nikon kann sie bis in die Wohnzimmer zoomen und beobachten, was draußen vor sich geht. Man bekommt in knapp 200 Seiten ein Gefühl für Anna und ihre Situation. Allerdings dauert es wirklich lange, bis endlich etwas passiert. Es ist nicht so, dass man nicht schnell durch die Seiten kommt, denn der Schreibstil ist sehr angenehm, einfach und leicht zu lesen. Außerdem möchte man natürlich zum spannenden Teil des Buches kommen, der erst ab Seite 200 so wirklich beginnt. Für meinen Geschmack war das dann doch zu lange. Das Buch hätte gar nicht so dick sein müssen, um all das zu transportieren, was in der Geschichte passiert ist. Ich kann nicht direkt sagen, dass Anna mir sympathisch war. Ich mochte sie eigentlich nicht wirklich. Sie kommt überhaupt nicht mit sich selbst und ihrer Situation zurecht, obwohl sie so tut als wäre es so. Sie nimmt ihre Tabletten nicht und wenn, dann nur unregelmäßig und in Kombination mit Wein. Sehr viel Wein. Sie möchte sich von ihrem Psychologen nicht wirklich helfen lassen, ignoriert Versuche von Außen, ihr zu helfen und verkriecht sich lieber. Ich weiß natürlich, dass sie unter Agoraphobie leidet und kann mir nur begrenzt vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man diese Krankheit hat. Trotzdem kann ich kein Verständnis dafür haben, wenn man nicht einmal die Medikamente einnimmt, die einem helfen einen Weg zu finden, mit seinem Leben etwas besser zurecht zu kommen. Natürlich ist mein Blick, was das angeht, nicht für eine solche Krankheit sensibilisiert aber das hat mich doch sehr an Anna gestört. Sie geht unverantwortlich mit ihrer Gesundheit um, indem sie sich selbst nur noch mehr schadet. Als Anna dann Zeugin des Verbrechens wird und versucht zu helfen konnte der Autor mir ihre Verzweiflung wirklich perfekt nahebringen. Ich habe mit ihr gelitten und mit ihr darum gerungen, was nun zu tun ist. Allerdings nehme ich als Leser nur das wahr, was Anna wahrnimmt und deshalb ist mein Blick getrübt. Das erste Mal wird dies besonders deutlich, als Anna im Krankenhaus erwacht und man ihr die Tonaufnahme ihres Notrufs vorspielt: sie lallt. Dass ihr niemand glaubt konnte ich spätestens dann verstehen und ich habe ihr als Leser dann auch nicht mehr vertraut. Was, wenn sie sich alles nur eingebildet hat? Was, wenn ihre Krankheit, die Kombination aus Tabletten und Alkohol, sie zu Wahnvorstellungen gebracht haben? Ich wollte genauso sehr wie Anna herausfinden, was wirklich vor sich gegangen ist. Und dieses Gefühl, dass man wirklich keinem trauen kann und niemand weiß, was wahr ist und was nicht, hat durch das gesamte Buch hinweg angehalten. Ich habe ständig eine Gänsehaut bekommen, weil ich einfach nicht wusste, was wahr ist und was nicht. Es war beängstigend und das hat für mich auch dieses Buch besonders gemacht. Genau so möchte ich mich fühlen, wenn ich ein solches Buch lese. Das Tempo nahm nach diesem Ereignis deutlich zu und der Autor hat sich sehr gut darin verstanden mich in dem, was ich glaube, zu verunsichern. Es wurde schließlich etwas offenbart, das ich längst vermutet hatte und ich bin mir nicht sicher, aber das hätte wohl einer der größeren Twists sein sollen. Für mich war das aber überhaupt kein Twist, sondern fast von vorneherein klar. Ich bin nicht überrascht oder geschockt gewesen und ein kleiner Funke Enttäuschung hat sich dann schon eingeschlichen, weil ich mit sehr viel mehr gerechnet habe, als dem, was ich bekommen habe. Gegen Ende nahm das Ganze dann noch mehr Fahrt auf und es gab eine Entwicklung, die ich auf diese Weise habe nicht kommen sehen, die mir aber auch nicht gefallen hat. Es war mir einfach eine Spur zu viel und zu übertrieben. Ich habe mir einfach einen etwas anderen Ausgang für die Geschichte gewünscht und es hätte ruhig etwas offener sein können, damit dieses Gefühl, dass man nicht weiß, was eigentlich abgeht, nicht weg geht. Durch dieses Ende wurden alle ungeklärten Momente aufgelöst und die Gänsehaut ist verschwunden. Das wäre für meinen Geschmack gar nicht nötig gewesen. Fazit Es hat dennoch großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen . Der Schreibstil ist kurzweilig und durch die wenigen Charaktere kann man sich auf diese und das Geschehen in dem Buch voll und ganz konzentrieren. Das Gefühl, dass man niemandem trauen kann war durch die ganze Geschichte hindurch da und das hat mir an diesem Buch besonders gefallen. Der Twist war für mich nicht sehr überraschend und das Ende nicht komplett zufriedenstellend. Ich hätte mir einen größeren „What-the-fuck“ Moment erhofft und vielleicht auch keine komplette Auflösung. Das Buch hat mir aber doch großen Spaß gemacht und ist für Fans von Thrillern eine große Empfehlung.

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Dr. Anna Fox – Psychotherapeutin und selbst sehr krank. Sie leidet an Agoraphobie. Agoraphobie ist eine Angststörung. Wikipedia meint, Platzangst. Was aber nicht so genau beschreibt, wovor Anna Fox wirklich Angst hat. Anna kann ihr Haus nicht verlassen, sie hat Angst, unter freien Himmel zu stehen, vor der Weite. Die Betroffenen bekommen Panik, sobald diese Ängste auftreten, im schlimmsten Fall Panikattaken mit dahergehender Bewußtlosigkeit. Meist geht dem eine bestimmte Situation voraus, auch so bei der Protagonistin Dr. Anna Fox. Jedoch möchte ich darauf nicht weiter eingehen, denn das würde viel zu viel spoilern. Anna hat ihr Haus bereits seit mehr als 10 Monaten schon nicht mehr verlassen. Sie lebt getrennt von Ehemann und Tochter, warum lässt uns der Autor nur spekulieren, scheinbar gerade wegen Annas Krankheit. Sie vertreibt sich die Zeit in einem Internetforum, wo sie anderen Menschen mit diesen Ängsten zu helfen versucht, betreibt Online-Schach, lernt online französisch. Zu Besuch kommen eigentlich nur ihre Physiotherapeutin und ihr Psychater. Dieser verschreibt ihr auch immer wieder regelmäßig Medikamente, ohne denen Anna nicht mehr funktionieren würde. Außerdem beobachtet Anna ihre Nachbarn entlang der Strasse. Sie weiß ganz genau, wann werwohin geht, kennt die Gewohnheiten und bemerkt außergewöhnliches.Bis eines Tages die Familie Russell nebenan einzieht. Aus irgendeinem Grund ist Anna von ihnen besonders angetan und als sie Jane kennenlernt, ist sie für sie gleich Feuer und Flamme. Die beiden mögen sich gern und erzählen sich an einem Nachmittag sehr vieles. Und dann beoachtet Anna eben diesen Mord an Jane. Jedoch deutet nichts auf einen Mord hin. Und auch an dieser Stelle möchte ich nichts weiter verraten. Nur soviel: Ich hatte den 540 Seiten dicken Thriller innerhalb von nur zwei tagen durchgelesennnn. Und ja, ich muss vielen begeisterten Rezensionen zustimmen, ein Hammer das Buch! Es ist so spannend von Anfang bis zum Ende geschrieben, dass ich es wirklich nicht aus der Hand legen konnte. Die einzelnen Kapitel sind kurz und knackig, meist komplett auf den Punkt gebracht und oft hören sie an der spannendensten Stelle auf, so dass mir gar nichts weiter übrig blieb, als weiter zu lesen! Außerdem überraschte mich der Autor immer wieder mit solch eigentümlichen Wendungen, die mich immer wieder aufstöhnen liesen, da es nun noch spannender wurde. Allerdings hatte ich mit der Protagonistin so einige Probleme, denn sie betrieb einen schweren Alkoholmißbrauch. Sie trank Flaschenweise Rotwein, nahm dazu ihre Medikamente, vergaß das sie welche genommen hatte und nahm diese noch einmal. Ja, es ist natürlich der Geschichte geschuldet, irgendwie ist das auch wichtig für die Geschichte, allerdings konnte ich dies trotzdem nicht nachvollziehen, war sie doch selbst Ärztin und wußte selbst ganz genau, wieso man genau das nicht machen sollte. Und weshalb versuchte sie nicht aufzuhören, als sie dachte, sie habe einen Mord gesehen, ihr aufgrund des Alkohols und der Medikamente niemand glaubte? Gerade da sollte man das ganze doch mal überdenken. Aber: Wie gesagt, es ist schon wichtig für die Geschichte und der Autor klärt uns auch irgendwann auf, wieso Anna in diesen Strudel aus Ängsten, Medikamenten und Alkohol geraten ist. Das war für mich nochmal ein totaler Schock und kam ziemlich unerwartet. Zusammenfassend kann ich sagen, dass dies ein Thriller war, der mich mal wieder so richtig gepackt hat. Der Autor hat hier ein unglaubliches Debüt hingelegt, bei dem ich nur hoffen kann, dass er weiter schreibt und weiter so großartig schreibt. Der Roman ist bereits in 38 Sprachen übersetzt wurden und soll auch verfilmt werden. Man darf gespannt sein!

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Noch einmal einen ganz herzlichen Dank an das Lovelybooks-Team und natürlich den Blanvalet Verlag für das Leseexemplar und das tolle Lesewochenende. Auch, wenn ich nicht zu 100 Prozent mit dem Buch zufrieden war, habe ich es gern mit all den andern lieben Leuten zusammen gelesen. Der Schreibstil des Autors in diesem Buch, ist für einen Thriller ziemlich ausladenden und beschreibend, manchmal aber auch irgendwie poetisch. Mir hat er gerade am Anfang noch ein bisschen Sorgen gemacht und ich brauchte eine Weile, mich daran zu gewöhnen. Jedoch haben mir die sehr kurzen Kapitel sehr gut gefallen, weil diese mir geholfen haben, trotzdem durch die Seiten zu fliegen. Die Geschichte an sich fand ich sehr atmosphärisch und auch interessant. Gerade die Beschreibung von Annas Psyche konnte ich sehr gut nachvollziehen und ihre dadurch entstandene Weise zu leben, beziehungsweise das Leben zu meiden. Die immerzu verschlossenen Fenster und Türen taten ihr Übriges, um eine etwas gruselige Atmosphäre zu schaffen.Außerdem fand ich die Handlung sehr fesselnd, wenn auch nicht immer spannend, zumindest hatte ich immer das Gefühl, weiterlesen zu müssen. Leider ist der Autor, gerade auch am Anfang, teilweise zu sehr abgeschweift und so versank die Story an manchen Stellen in langweiligen inneren Dialogen und Gedanken der Protagonistin. Dafür konnte mich aber absolut begeistern, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, was geschehen sein könnte und wen ich verdächtigen sollte. Die Ungewissheit hat mich sozusagen genauso festgehalten, wie Anna. Das Ende dann hat mich total überrascht, denn gerade die Person, die ich überhaupt nicht vermutet hätte, war tatsächlich der/die Böse. Im Legen falscher Fährten ist Finn also sehr talentiert. Dass danach die Sache allerdings ein bisschen schnell abgehandelt wurde, hat mich ein klein wenig geärgert. Dennoch war das Finale wirklich zufriedenstellend. Was die Charaktere angeht, so hat der Autor sie perfekt aufgestellt. Wie schon gesagt, konnte man niemanden so richtig einschätzen. Man verdächtigt so ziemlich jeden einmal und wird am Ende dann doch überrascht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man selbst die Protagonistin, auf Grund ihrer psychischen Störung, nicht so richtig einschätzen kann.

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INHALT: Anna Fox lebt in ihrem Haus in New York. Doch dieses Haus kann sie aufgrund einer psychischen Erkrankung nach einem traumatischen Ereignis nicht mehr verlassen. Sie ist in ihren Räumen gefangen, ihre einzige Ablenkung ist das Beobachten der Nachbarn, das Chatten und der Alkohol. Eines Tages beobachtet sie wieder einmal ihre Nachbarn und wird Zeugin eines Überfalls. Aufgrund ihrer Krankheit kann sie ihrer Nachbarin nicht helfen muss muss so alles mit anschauen. Dieses Ereignis nimmt Anna so sehr mit, dass sie in Ohnmacht fällt und erst nach einiger Zeit wieder zu Bewusstsein kommt. Sie ruft die Polizei, doch niemand will ihr glauben. Angeblich ist keiner verletzt und es wird keiner vermisst. Doch Anna weiss ganz genau, was sie gesehen hat. MEINE MEINUNG: Zu Anfang brauchte ich ein bisschen, um in das Buch zu finden. Die Krankheit und das Leben von Anna wurde ausführlich beschrieben und erläutert. Aber je weiter ich gelesen habe, umso interssanter fand ich auch diesen Teil vom Thriller. Die Beobachtungen von Anna waren spannnd erzählt und auch ihre ganzen Lebensumstände fand ich sehr aufschlussreich. Interessant ar für mich, welche "Umwege" Anna machen musste, um im Leben zurechtzukommen. Und dann kam das Ereignis und das Buch gewann an Schnelligkeit, an Thrillerelementen und an Spannung. Es wurde sehr rasant und ich habe als Leser plötzlich vieles in Frage gestellt. Das Setting fand ich im gesamten Buch ziemlich düster. Ich hatte ständig das Gefühl, ich stehe in einem dunklen Raum. Aber das alles trug dazu bei, dass die Spannung noch gesteigert wurde. Ich fand mich wieder in einem Wirrwarr aus verschiedenen Meinungen und Verdächtigen. Der Schreibstil vom Autor hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte flüssig lesen und die recht kurzen Kapitel erhöhten noch den Spannungeffekt. Für das Ende hat sich der Autor nocht etwas spannendes einfallen lassen und mich damit völlig überrascht. Der Spannungsbogen schnellte in die Höhe und ich musste noch einmal alles überdenken. FAZIT: Der Thriller bekommt von mir eine Leseempfehlung und gute 4/5 Sterne. 🌟🌟🌟🌟

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Anna Fox ist Psychologin, die an Agoraphobie leidet. Seit fast einem Jahr kann sie ihr eigenes Haus nicht mehr verlassen. Ihr Psychater, ihre Physiotherapeutin und ihr Untermieter sind ihre einzigen sozialen Kontakte. Sie lebt, indem sie das Leben ihrer Nachbarn lebt, die sie durch den Sucher Ihrer Kamera beobachtet, wie ein Voyeur. Sie sammelt auch Fotos auf ihrem Laptop von diesen "Sessions" und sie hat noch nichtmal ein schlechtes Gewissen dabei. Die neuen Nachbarn, die Russels, scheinen sie besonders zu faszinieren. Eine scheinbar perfekte Familie, wenn dort nicht der Mord geschehen würde. Anna hat diesen durch die Kamera beobachtet, aber Beweise hat sie keine. Aber kommen wir zu dem Punkt warum ihr niemand glaubt: Wie bereits erwähnt, ist sie Psychologin mit Agoraphobie und sie nimmt diverse Medikamente für Ihre Panikattacken, Ihre Depressionen, zum Schlafen und wer weiß wofür noch und sie trinkt immer und nicht wenig. Sprich sie ist eine Alkoholikerin, die dazu noch starke Antidepressiva nimmt - warum sollte man so jemandem glauben. Anna Fox war auch zu dem Zeitpunkt des Überfalls stark alkoholisiert und hat die Medikamente wie immer irgendwie genommen... Was ist also wahr und was ist Halluzination bzw. ihrem kranken Geist entsprungen? Will sie nur Aufmerksamkeit, weil sie einsam ist? Fazit: Eine Hauptprotagonistin mit einem ernsten Problem, die aber kein Mitleid erweckt, sondern die man eher mal schütteln möchte. Sie ist trotz des besseren Wissens unverantwortlich in Bezug auf die Medikamente und des Alkoholkonsums und ich konnte sie wirklich nicht leiden. Schrittweise erfährt man als Leser welch schlimmer Umstand sie in die aktuelle Lage gebracht hat und welches Trauma sie erlebt hat. Leider wird gerade in 2/3 des Buches die Handlung viel zu langsam vorangetrieben. Es kommt weder Spannung auf, noch hängt man an an den Seiten und will zwingend wissen wie es weitergeht. Sie beobachtet die Nachbarn, sie chattet im Netz mit anderen Betroffenen und gibt denen Rat wie sie wieder das Haus verlassen können (da habe ich doch schon heftig den Kopf schütteln müssen), sie trinkt und guckt gelegentlich alte schwarz-weiß Filme wie "Das Fenster zum Hof", "Vertigo" oder "Casablanca". Das ständige Gerede über die Trinkerei "Nur noch ein Glas Merlot, wirklich nur ein Glas nicht mehr..." hat mich doch sehr genervt und meiner Meinung nach dem Buch nicht wirklich gut getan. Ja es war wichtig, dass sie zu dem Zeitpunkt betrunken war und unter Medikamenteneinwirkung gestanden hat, aber es hätte nicht so ausgewalzt werden müssen... Nachdem das Geheimnis um Annas Schicksal gelüftet ist, nimmt das Buch plötzlich Fahrt auf und es kommt zu einer Wendung, die ich so nicht erwartet hatte. Nicht das was mit Ihrer Familie ist, sondern das was mit dem gesehen Überfall zutun hat und was wirklich passiert ist. A.J. Finn setzt die Puzzlestücke zusammen und es passt, aber ich finde es knirscht etwas wenn man die Teile zusammenfügt. Die Protagonisten bleiben bis auf Anna Fox alle recht blass und farblos. Die Familie Russel spielt eine wichtige Rolle und doch erscheinen mir alle nur wie Strichfiguren. Sicherlich hat es der Autor es geschafft bei mir Emotionen auszulösen und zwar negative, auch das muss man schaffen, aber für mich war das Buch einfach zu langatmig, in einigen Bereichen zu vorhersehbar und das große Finale dann definitiv zu viel. Was das Buch nicht ist: ein Pageturner oder "Spannungsbestseller". Von mir gibt es 2,5 von 5 Punkten.

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Anna Fox hat sich aus ihrem Leben als Kinderpsychologin vollkommen zurückgezogen, verlässt ihre Wohnung nicht mehr und hat den Kontakt zur Außenwelt auf das Nötigste reduziert. Ihre Zeit verbringt sie mit Alkohol, alten Filmen in schwarz-weiß und dem Blick aus ihrem Fenster. Doch eines Tages beobachtet sie den Mord an einer Nachbarin, doch weder die Polizei noch die Nachbarschaft will ihr Glauben schenken, denn die angeblich Ermordete war niemand anderem bekannt... A.J. Finn hat mit „The Woman in the Window“ nach journalistischer Tätigkeit seinen ersten Roman vorgelegt, der eindeutig dem Genre Thriller zugeordnet werden kann. Dabei hat er zwar das Rad nicht neu erfunden, dafür aber einige sehr interessante Elemente miteinander kombiniert. Das auffälligste dürfte sein, dass hier gleich zwei Geheimnisse aufgedeckt werden wollen: Zum einen natürlich der Mord, zum anderen aber auch die psychische Krankheit der Hauptfigur. Denn es werden zwar immer Andeutungen gemacht, wie Anna in diese scheinbar ausweglose Situation geraten ist und in ihrer Einsamkeit versinkt, wirkliche Gewissheit hat der Leser aber erst am Ende. Das ist ein sehr gelungener Nebenstrang zu der eigentlichen Handlung, der mit seinem Verwirrspiel überzeugt. Denn nie ist ganz klar, ob der Mord tatsächlich geschehen ist, auch Anna zweifelt immer mehr an ihrer Wahrnehmung. Es gibt immer wieder weitere Details zu dem Fall, mal offensichtlich, mal nebenbei eingestreut, was die Stimmung immer weiter verdichtet. Dafür sorgt auch der eingängige Schreibstil des Autors, der eine sehr klare Sprache verwendet und dabei die Charaktere sehr genau beschreibt. Die gewählte Ich-Perspektive bringt dem Leser natürlich Anna sehr nahe, man kann sich gut in die psychische Krankheit der ehemals so starken Frau hineinversetzen. Die Auflösung des Ganzen hat mich dann mit mehreren Wendungen sehr begeistert, denn trotz der überraschenden Auflösung wirkt alles in sich schlüssig – die Hinweise waren da, man hat sie nur nicht richtig kombiniert. Ein sehr starker Roman mit einer prägnanten Hauptfigur, die mit der psychischen Krankheit eine weitere sehr interessante Facette einbringt. Der Fall ist vielschichtig und dennoch sehr klar geschildert, die Spannung baut sich immer weiter auf, sodass ich mit dem Lesen kaum aufhören konnte. Das ist eine dieser Geschichten, die man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

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Dr. Anna Fox lebt allein in einem schönen großen Haus in New York. Die eigentliche Kinderpsychologin hat ihr Zuhause seit rund zehn Monaten nicht mehr verlassen, da sie unter Agoraphobie leidet. Ihr Ehemann und ihre Tochter haben sie vor einem knappen Jahr verlassen, doch sie halten den Kontakt. Ihren Alltag verbringt Anna mit literweise Alkohol, schwarzweiß Filmen und dem Internet, wo sie Schach spielt und oft in einem Selbsthilfeforum für Menschen mit Angststörungen aktiv ist. Außerdem fotografiert sie gerne - ihre Nachbarn durch das Fenster. Eines Tages zieht eine neue Familie gegenüber ein, die Russells. Mutter, Vater, jugendlicher Sohn. Die neue Familie weckt Annas Interesse sofort, immerhin kennt sie die Leben ihrer anderen Nachbarn bereits in und auswendig. Kurz nach dem Einzug beobachtet Anna einen vermeintlich blutigen, tödlichen Anschlag auf Mrs. Russell. Panisch versucht sie trotz ihrer Krankheit das Haus zu verlassen und ihrer Nachbarin zu helfen, doch sie fällt in Ohnmacht. Und als sie erwacht und den Mord melden will, scheint dieser gar nicht geschehen zu sein. Anna wird sogar für verrückt gehalten. Doch Anna weiß, was sie gesehen hat..... oder!? A. J. Finn hat mit "The Woman in the Window" einen phänomenalen Thriller geschaffen. Sicherlich ist dieses Buch mit weit über 500 Seiten kein schlankes Buch und es gibt zahlreiche Aufs und Abs im Spannungsbogen, worüber sich manche Crimethrill-Fans beschweren könnten. Aber der Autor hat lediglich gründlich gearbeitet, denn für mich ist dieses Buch einfach rundum perfekt! Bis zum Ende bleibt Anna dem Leser ein Rätsel; immer wieder werden höchst interessante oder gar schockierende Details über sie bekannt. Auch die weiteren Charaktere beeindrucken nachhaltig, sind im einen Moment greifbar und verständlich, im nächsten unnahbar und verwirrend. A. J. Finn spielt mit dem Leser, lässt ihn sich gerade seiner Sache sicher fühlen und plötzlich kommt die böse Überraschung. Genial! Das Thema "Agoraphobie" gefiel mir übrigens besonders gut. Da ich erst letztens die (bisher) komplette Serie "Shameless" schaute, durch die ich mich erstmals wirklich mit dieser Krankheit auseinander setzte. Auch sprachlich gefiel mir der Roman sehr. Eine tolle Ausdrucksweise, so künstlerisch bildhaft und klug - mit teilweise beinahe poetischen Sätzen. Geschrieben ist das Buch in recht kurzen und knackigen Kapiteln. Heißt: Für mich hat der Autor in jeglicher Hinsicht alles richtig gemacht. Seine Story, seine Protagonisten haben mich absolut fasziniert, von Seite Eins an. Ich kann bereits ganz klar sagen: Dieses Buch ist eins meiner Jahres-Highlights! Bitte mehr davon, Mr. Finn!

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