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Loekie Zvonik

Lehre mich zu leben

Die Geschichte einer großen Liebe

(2)
eBook epub
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Die wahre Geschichte eines großen intellektuellen Liebespaares - für alle Leser*innen von Connie Palmen und dem Briefwechsel von Max Frisch und Ingeborg Bachmann

Hoch gelobt und mit dem renommierten VBVB-Debütpreis ausgezeichnet - die literarische Wiederentdeckung aus Flandern. Die flämische Autorin Loeki Zvonik erforscht in diesem literarisch anspielungsreichen autobiografischen Roman ihre enge Beziehung zu dem Autor Dirk De Witte, den sie im Roman Didier nennt. Beide lernen sich während ihres Germanistik-Studiums kennen, fühlen sich zueinander hingezogen, begeistern sich für Kafka, Rilke und Hesses ›Steppenwolf‹. Es entwickelt sich eine intensive literarische Verbundenheit und Freundschaft, die bei Didier stark vom Thema Fremdsein und Freitod geprägt ist. Bis zuletzt versucht die Autorin, Didier von seinen Todesgedanken abzubringen. »Lehre mich zu leben« ist eine zarte, tabulose Rekonstruktion eines angekündigten Todes. Ohne jede moralische oder persönliche Anklage umkreist die Autorin die Beweggründe für den frühen Tod des Freundes.

»Ein autobiografischer Roman, aus dem man endlos zitieren möchte.«

De Volkskrant

Aus dem Flämischen von Ruth Löbner
Originaltitel: Hoe heette de hoedenmaker?
Originalverlag: Cossee
eBook epub (epub), ca. 208 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-641-24139-1
Erschienen am  13. March 2024
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Zwischen Leben und Tod existiert nur die Liebe

Von: Alexia

05.07.2024

"Lehre mich zu leben" ist der autobiografische Roman von Loekie Zvonik. Das Werk erschien schon 1975 und wurde erst 2018 neuentdeckt. Im März diesen Jahres erschien es mit diesem wunderschönen Cover beim Btbverlag neu. Es ist eine besondere Geschichte über die Beziehung der Autorin zu dem Dichter Dirk De Witte (von ihr Didier genannt). Sie beschreibt nicht nur die außergewöhnliche Freundschaft der beiden, die mit ihrem gemeinsamen Germanistik-Studium beginnt, sondern auch ihre ganz spezielle Verbindung zu Büchern. Explizit der Werke von Hermann Hesse, Franz Kafka oder auch Rainer Maria Rilke. Obwohl es eine Beziehung auf Augenhöhe ist scheinen nicht beide die gleichen Interessen am jeweiligen anderen zu haben. Während sie vom Mensch Didier fasziniert ist, scheint er sie zu brauchen. Ihre Figur wirkt sehr hell und lebensbejahend, während er eine düstere Aura versprüht und über den Tod sinniert. Es ist diese literarische Verbundenheit, die Zvonik so wunderbar in Worte fasst. Eine einzigartige, ehrliche Liebe, die sich lyrisch durch jede Seite zieht. Am Ende ist es auch ein mutiges Werk, in welchem die Autorin den Freitod ihres Freundes und die daraus resultierenden Folgen für sie selbst verarbeitet. Trotz der großen Anerkennung des Romans, schrieb die, 2000 verstorbene Autorin, nur drei Bücher.

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Großartige Wiederentdeckung

Von: Zeilentänzer

01.06.2024

Loekie Zvonik und Dirk De Witte, der im Roman Didier genannt wird, lernen sich an der Universität während ihres Germanistik-Studiums kennen, als sich zwischen ihnen eine enge Beziehung zu entwickeln beginnt. Beide eint die Leidenschaft für Literatur, besonders für Kafka, Rilke und Hesse. Durch ihr gemeinsames Interesse entspinnt sich eine literarische Verbundenheit, in derer Didier unablässig über den Freitod sinniert. Loekie Zvonik schreibt ihre Erfahrungen und Gedanken während dieser Zeit nieder und man erfährt, dass sie bis zuletzt versuchte ihren Freund von seinem Suizid abzubringen. Autobiografische Bücher gehören zu jenen Werken, die mich für gewöhnlich begeistern können, denn ihnen liegt die Besonderheit zu Grunde, dass Bewertungen hier fast unmöglich sind, da es sich um reale Begebenheiten handelt. Das, was die Schriftsteller:innen schreiben haben sie gedacht und erlebt. Persönliche Erfahrungen und wie ein Mensch darüber denkt und wie er handelte, möchte ich nicht beurteilen. Wie so viele andere zuvor ist auch »Lehre mich zu leben« zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten. Umso schöner ist es, dass es vor sechs Jahren von einem niederländischen Verlag neu herausgebracht wurde, sodass mir Loekie Zvonik und ihre Texte mehr als ein Begriff geworden sind. 1975 wurde ihr Roman also veröffentlicht und obwohl dieser durchaus Anklang fand, wird es bei dreien bleiben. Was mir sehr gefiel, war das große Einfühlungsvermögen welches Loekie Zvonik in diesen Roman einfließen lässt. Sie schreibt teils bildhaft und atmosphärisch, sehr klug und weckt Interesse für dichterische Literatur. Mich konnten bereits die ersten Seiten packen und da es mit knapp zweihundert ein eher kurzes Buch ist, habe ich es trotz seiner Tragik innerhalb eines Tages beenden können. Die Handlung vermittelt eine zarte Traurigkeit und gleichermaßen die Innigkeit einer tiefen Freundschaft und hohes literarisches Wissen. Die Verbindung zwischen Zvonik und De Witte empfand ich als sehr einseitig, denn ich hatte das Gefühl, dass Zvonik in ihrem Freund mehr sah, als es andersherum der Fall war. Viel mehr wirkte es rückblickend, als wäre ihre Anwesenheit für Dirk De Witte vor allem deshalb von Bedeutung, damit er seinen geplanten Freitod und seine düsteren Gedanken dazu mit jemandem teilen konnte, unabhängig davon, ob es für sie zu einer Belastung wurde und sie ihre Zeit, immer wenn er es brauchte, zur Verfügung stellte. Den Schreibstil von Zvonik mochte ich und auch wenn man weiß, worauf die Geschichte hinauslaufen wird, lohnt es sich, sie zu lesen. Dirk De Witte beging 1970 Suizid, unter dem Zvonik stark litt. Sie quälte sich mit Schuldgedanken, da sie ihn nicht von seinem tragischen Ende abbringen konnte. Untermauert wurden die Gefühle, für das was passierte verantwortlich zu sein, ausgerechnet von einem Teil des gemeinsamen Freundes- und Bekanntenkreises und der Öffentlichkeit. Sehr zu empfehlen ist im Buch auch das Nachwort, das weitere Hintergründe liefert und das Geschriebene noch nachvollziehbarer erscheinen lässt. Eine wichtige Autobiografie, die eine intensive menschliche Verbindung thematisiert sowie den geplanten Tod des einen ankündigt, der letztendlich nicht verhindert werden kann. Umso bedauerlicher, dass Loekie Zvonik sich, wohl auch in Folge des Todes von De Witte, auf dem Höhepunkt ihrer schriftstellerischen Tätigkeit komplett aus der Öffentlichkeit zurückzog. Eine große Empfehlung gibt es von mit für dieses eindrückliche Werk, über dessen Neuentdeckung ich sehr froh bin.

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Vita

Loekie Zvonik

Loekie Zvonik (Gent, 1935–Hasselt, 2000) war das Pseudonym von Hermine Louise Marie Zvonicek. Sie studierte deutsche Literatur an der Universität von Gent und schrieb drei Romane und zahlreiche Erzählungen. An der Universität lernte sie den Studenten Dirk de Witte kennen, der später ebenfalls Schriftsteller wurde und sich sein Leben lang intensiv mit den Themen Tod und Suizid in der Literatur beschäftigte. Im Dezember 1970 nahm er sich mit 36 Jahren das Leben. Zvoniks Roman wurde 1975, fünf Jahre nach dem Freitod De Wittes veröffentlicht. Hoch gelobt und mit dem renommierten VBVB-Debütpreis ausgezeichnet, wurde er 2018 in den Niederlanden neu aufgelegt und als bedeutende literarische Wiederentdeckung gefeiert.

Zur Autorin

Pressestimmen

»Loeki Zvonik hat über einen herzzerreißenden Abschied von einem geliebten Freund geschrieben, der auch fast 50 Jahre später noch ergreifend ist.«

De Standaard

»Mit ebenso nuancierten wie liebevollen Beschreibungen und voller literarischer Anspielungen beschreibt Zvonik den unheilvollen Verlauf ihrer Beziehung zu Dirk de Witte. Ihr autobiografischer Roman ist die Chronik eines angekündigten Todes.«

VPRO Boeken

»Loeki Zvonik schreibt klar, atmosphärisch und mit großem Einfühlungsvermögen. Ein Buch, das auch so viele Jahre nach seinem Erscheinen die Leser*innen immer noch zu packen und berühren vermag.«

De Morgen

»Zvoniks Prosa strahlt trotz aller Traurigkeit etwas Heiteres und Ruhiges aus. Eine wunderschön erzählte Geschichte, die sehr gut zu lesen ist, auch ohne die Vorgeschichte zu kennen.«

Literair Nederland (21. February 2023)