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Giuliano da Empoli

Ingenieure des Chaos

Wie smarte Social-Media-Experten den Rechtspopulisten helfen und unsere Demokratie manipulieren

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Lesen Sie dieses Buch, wenn Sie sich gegen Manipulationen von rechts schützen wollen!

Rechtspopulistische und rechtsextreme Politiker wie Donald Trump, Viktor 0rbán, Marine Le Pen, Matteo Salvini und Björn Höcke haben nicht nur ideologische Gemeinsamkeiten. Sie alle verfolgen auch die Strategie, ihre Anhänger vor allem über Social-Media-Kanäle anzuwerben. Die Experten, die ihnen dabei helfen, sind erfahren und international vernetzt. In der Wahl ihrer Mittel kennen sie keine Skrupel: Emotionalisierung und Aufmerksamkeit um jeden Preis, genau dosierte Tabubrüche und die Verknüpfung von Lügen mit Halbwahrheiten.

Diese Methoden haben dramatische Folgen für die Gesellschaft und jeden Einzelnen von uns. Unsere Demokratie steht auf dem Spiel.

»Eine Augen öffnende Untersuchung über die Strategien der Rechtspopulisten.«

Le Figaro (23. October 2019)

Aus dem Französischen von Alexandra Hölscher
Originaltitel: Les ingénieurs du chaos
Originalverlag: Editions Lattès
eBook epub (epub), ca. 224 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-641-25980-8
Erschienen am  13. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ingenieure des Chaos

Von: Ingeborg Strauss

17.08.2021

Oft entscheidet der erste Blick auf das Cover eines Buches über Neugier oder Ablehnung. Schwarz auf gelb lassen „Ingenieure“ die Buchstaben CHAOS in das Hirn eines Menschen purzeln, dessen Kopf einem bekannten US-Präsidenten nachempfunden scheint. Und was strömt aus dessen Mund? Die Gedanken des Betrachters beginnen zu kreiseln. Der Verlag schickt dem Buch eine Info voran mit einer Kurzvorstellung von Giuliano da Empoli: italienisch-schweizerischer Schriftsteller, Journalist, war politisch aktiv in der italienischen Regierung und Gründungsvorsitzender von „Volta“, einer in Mailand ansässigen Denkfabrik. Für den deutschen Leser erfreulich ist die von Autor und Verlag aktualisierte und erweiterte Übersetzung. So kommen USA, Deutschland (AfD), Ungarn und Großbritannien besser in den Blick. In der Einführung breitet da Empoli ein historisches Szenario aus, in dem sich die feine italienische Gesellschaft hinter Masken verborgen dem Karnevalsvergnügen in seinen auch negativen Facetten hingibt. Sodann: „Die Karnevalsmasken haben sich mittlerweile ins Internet verlagert, wo unter dem Deckmantel der Anonymität völlige Enthemmtheit herrscht, ein Zustand, der früher erst mit dem Anziehen einer Verkleidung hervorgerufen wurde.“ Dieser groß geschlagene Bogen mit vielen Ausdifferenzierungen verlangt Durchhaltevermögen. Ziel des Autors ist, den Lesenden die technisch-aktuelle Situation nahezubringen, nämlich „wie der Algorithmus der Social Media programmiert“ ist. Der Nutzer soll an eine bestimmte Plattform gefesselt werden. Es „ist der Algorithmus der Ingenieure des Chaos darauf ausgerichtet, irgendeinen Standpunkt zu vertreten, sei er vernünftig oder absurd, realistisch oder intergalaktisch, solange die Wähler und Wählerinnen mit ihren Sehnsüchten und Ängsten – vor allem mit ihren Ängsten – dadurch abgeholt werden“. Zu diesem Zweck wird vorrangig auf Extrempositionierte abgehoben und nicht auf die sogenannte „Mitte“. Da Empoli stellt eine Tendenz zur Polarisierung in allen Gesellschaften fest. Der Wahrheitsgehalt von Fakten ist Nebensache, das Gefühlte in seiner und die Botschaft in ihrer Gesamtheit sind das Wichtige. Die Folgekapitel untermauern diese Auffassung(en) und differenzieren sie länderspezifisch aus. Es schließt sich „Waldo erobert die Welt — Wie Social-Media-User Konflikte in Myanmar, Frankreich und Deutschland anheizen“ an. Für die Rezensentin haben erst zweites Lesen und Internet-Recherche etwas Licht in die Ausführungen gebracht. So zieht sich „ein unbändiges Gefühl durch sämtliche Gesellschaften, ein Gefühl, das in denjenigen gärt, die sich, zu Recht oder zu Unrecht, benachteiligt, ausgeschlossen, diskriminiert oder nicht genug gehört fühlen“. Verschwörungstheorien sprießen wie Pilze aus dem Boden, genährt von Facebook und seinen erzwungenen Likes, die „wie ein ungeheuerlicher Multiplikator“ funktionieren. Und als hätte der Autor in die Gegenwart sehen können, beklagt er, dass unter anderem Vorurteile und Rassismus aus ihrer Deckung hervorkommen. Mal mit der Lupe, mal mit dem Fernrohr werden die USA, Deutschland („Die AfD und die Social Media“), Ungarn und UK („Der Brexit und Die Physiker“) inhaltlich seziert. Verglichen wird mit Dürrenmatt und seinem in einer Irrenanstalt spielenden Theaterstück. Die Auswahl der Länder ist erweiterungsbedürftig. Zwar gibt es viele gemeinsame rote Fäden, doch momentan keinen Ariadne-Faden, man fühlt sich noch mitten im Labyrinth. Man sieht nach der Lektüre klarer. Das Ziel, das sich Giuliano da Empoli gesteckt hat, die „Aufklärung“ in seinem Sinne, wurde zumindest bei der Rezensentin ansatzweise erreicht. Ich wünsche dem Buch eine der heutigen Situation angepasste Neuauflage, möglichst unter Vermeidung des nebulösen Wortgebildes „Quantenpolitik“. Noch eine Bitte um Klärung: Zitiert wird das Motto des französischen Kardinals Mazarin »ex inimici salus mea«. Mag sein, es war einmal sein Wahlspruch, dies zu verifizieren gelang jedoch nicht.

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Ein interessanter Einblick

Von: C.R.

29.04.2021

Das Buch von da Empoli ist ein durchaus interessanter und etwas tieferer Einblick in die Dynamiken der aufstrebenden nationalistischen Parteien und Gruppierungen. Es wird verständlich verdeutlicht, welche Strategien hinter den Werbungen und der Öffentlichkeitsarbeit solcher Parteien und Gruppen stehen. Wer sich dafür interessiert dem lege ich dieses Buch auf jeden Fall ans Herz. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Ausflüge in die Geschichte Italiens wie zum Beispiel der 5-Sterne-Bewegung. Es kommt dabei etwas so rüber, als wolle da Empolio etwas zwangsweise ein Stück Italien in das Buch bringen, das da vielleicht nicht ganz so gut reinpasst. Im Bezug auf diese italienischen Ausflüge habe ich auch das Gefühl gehabt, dass mir da aufgrund meiner nicht-italienischen Herkunft sehr viel Hintergrundwissen fehlt um das Erklärte wirklich zu verstehen. Alles in allem trotzdem ein empfehlenswertes Buch für alle Politikinteressierten - besonders für solche, die mit der italienischen Geschichte vertraut sind.

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Vita

Giuliano da Empoli ist ein italo-schweizerischer Schriftsteller und Wissenschaftler. Er ist der Gründer von Volta, einem pro-europäischen Think Tank mit Sitz in Mailand, und Professor für Vergleichende Politikwissenschaft an der Sciences Po in Paris. Zuvor war er stellvertretender Bürgermeister für Kultur in Florenz und Berater des italienischen Ministerpräsidenten Renzi. Er ist der Autor zahlreicher, international veröffentlichter Essays, darunter zuletzt »Ingenieure des Chaos« (2020) über neue Propagandatechniken, das auch ins Deutsche übersetzt wurde. »Der Magier im Kreml« ist sein erster Roman. In Frankreich wurden über 400.000 Exemplare verkauft und die Rechte inzwischen in fast 30 Länder vergeben, das Buch wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Grand Prix du Roman de l'Académie française und war Finalist für den Prix Goncourt.

Zum Autor

Pressestimmen

»Das Verdienst seines Buches besteht in einer Dekonstruktion des neuen Populismus, die zu richtigen Fragen führt.«

Uwe Ebbinghaus, FAZ (15. September 2020)

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