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Rezensionen zu
Vermisst - Der Fall Anna

Christine Brand

Malou Löwenberg (1)

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€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empf. VK-Preis)

Ich hatte schon einige Bücher von Christine Brand gelesen und sie konnte mich jedes Mal überzeugen. Umso neugieriger war ich natürlich auf ihr neustes Werk "Vermisst - Der Fall Anna". Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht denn die Autorin hat einfach einen tollen Schreibstil. Sie schreibt fesselnd und bildhaft dadurch konnte sie mich spielend leicht in den Bann der Geschichte ziehen. Ich persönlich bin ein großer True Crime Fan und gerade ungelöste vermissten Fälle gehen mir sehr nahe. Christine Brand setzt diese Thematik sachlich und emotional um. Zudem ist dieser Fall inspiriert worden von einer wahren Begebenheiten und das macht es in meinen Augen noch realistischer. Malou ist in meinen Augen eine tolle Ermittlerin. Sie mochte ihre ganze Art sehr gerne. Auch alle anderen Charaktere wurden authentisch und voller Leben dargestellt. Die Ermittlungen empfand ich als sehr interessant. Es war zu keiner Zeit langweilig. Die Spannung war stets vorhanden und durch geschickte Wendungen wurde diese noch gesteigert. Für mich ein genialer Reihenauftakt der Lust auf mehr macht. Fazit: Mit "Vermisst - Der Fall Anna" gelingt Christine Brand ein spannender und raffinierter Krimi der zum mit Rätseln einlädt. Klare Leseempfehlung!

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Dieser Kriminalroman spielt größtenteils in der Schweiz und teilweise in Deutschland und wird aus zwei Perspektiven erzählt. Eine davon ist Malou, eine Kriminalpolizistin, die Dario kennenlernt, unseren zweiten Hauptcharakter. Darios Mutter verschwand an seinem fünften Geburtstag, und niemand weiß, wohin oder warum. Nachdem Malou von Darios Schicksal erfährt und von den jährlichen Geburtstagskarten, die er erhält, beginnt sie zu ermitteln. Gemeinsam veröffentlichen sie einen Aufruf in den sozialen Medien und bitten die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Aufklärung des Verschwindens von Darios Mutter. Als weitere ähnliche Fälle auftauchen, die mit Darios Fall zu tun haben könnten, ist Malou überzeugt, dass die Geburtstagskarten, die alle denselben Spruch tragen und Bilder von Muttertieren und ihren Jungen zeigen, von derselben Person stammen müssen. Malou ist eine Ermittlerin ganz nach meinem Geschmack, denn Christine Brand beschreibt sie anders als die Protagonisten, die ich aus Thrillern und Krimis kenne. Malou ist tough, direkt und lässt sich von niemandem etwas vormachen. Obwohl es Szenen gibt, in denen sie Empathie zeigen könnte, wirkt sie durch ihre Entscheidungen umso realistischer. Es macht einfach Spaß, mit ihr auf Spurensuche zu gehen. Die prägnanten Beschreibungen der Autorin haben mir ein sehr genaues Bild von Malou vermittelt und sie als glaubwürdige Ermittlerin erscheinen lassen. Auch Dario wurde mir als Leser nahe gebracht, genau so, wie es Christine Brand beabsichtigt hat. Wir lernen ihn als jemanden kennen, der unsicher ist, was er vom Leben erwartet. Er lässt sich oft zu Dingen hinreißen, die er gar nicht möchte, oder trifft Entscheidungen, die ihm nicht guttun. Dadurch gewinnt er an Sympathie. Bis heute gibt Dario die Hoffnung nicht auf, dass seine Mutter lebt. Malou und Dario sind wie Feuer und Wasser in dieser Geschichte, doch als Leser spürt man auch, wie gut sie zusammenarbeiten. Man fühlt die innere Zerrissenheit, die beide durchleben, während sie diesen nervenaufreibenden Fall lösen. Für mich war dies ein überdurchschnittlich guter Krimi, da man von Anfang an miträtseln und versuchen kann, den Fall zusammen mit Malou zu lösen. Gegen Ende hatte ich eine/n Verdächtige/n im Blick, und ich lag richtig! Das hat mich nicht enttäuscht, sondern es hat mir großen Spaß gemacht, mit Malou mitzufiebern und mitzurätseln. Es gab auch Momente, in denen ich mich gegruselt habe oder vor Spannung die Luft angehalten habe. Die Atmosphäre war in diesen Momenten unglaublich intensiv. Die Spannung war förmlich greifbar! Ein Kritikpunkt für mich war jedoch der Einsatz des Zufalls. Es gibt eine Szene, in der der Zufall so präsent ist, dass es sich anfühlt, als hätte die Autorin keine andere Möglichkeit gesehen. Das fand ich etwas schade und hat mir kurzzeitig die Freude am Lesen genommen. Zufälle in Krimis und Thrillern stören mich nicht grundsätzlich, da sie oft notwendig sind, um die Handlung voranzutreiben, aber dieser Zufall war zu überkonstruiert und unrealistisch. Das Ende war dann wieder ein echter Pageturner, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nachdem ich die Geschichte beendet hatte, war ich sehr zufrieden mit dem Ausgang. Trotzdem kann ich das Buch allen empfehlen, die gerne Kriminalromane lesen und vor allem denen, die gerne selbst miträtseln. Dies ist ein Krimi ohne übermäßige Gewaltszenen; er konzentriert sich voll und ganz auf die Ermittlungsarbeit. Viel Spaß beim lesen!

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Malou Löwenberg ist Kommissarin beim Morddezernat in Bern. Als sie Dario über Tinder kennenlernt und seine Geschichte über seine vermisste Mutter seit seinem 5. Lebensjahr, ist sie davon fasziniert und möchte unbedingt herausfinden was geschehen ist. Seine Geschichte erinnert sie an ihre eigene, denn sie ist selbst ein Findelkind und weiß nichts von ihren Eltern. Malou beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf mehr Vermisstenfällen von Müttern, die am fünften Geburtstag ihres Kindes verschwanden. Alle Kinder ebenso wie Dario erhalten noch heute an jedem Geburtstag eine Geburtstagskarte. "Vermisst - Der Fall Anna" ist der Auftakt in eine neue Reihe mit Kommissarin Malou Löwenberg. Trotz dass es der erste Band ist, hatte ich das Gefühl, dass mir ein Stück Vorkenntnisse fehlen, da diese Reihe mit bekannten Protagonisten aus der anderen Buchreihe um Mila Nova & Sandro Bandini spielt, was ich ein bisschen schade finde für Leser:innen, die diese Reihe noch nicht kennen. Trotzdem konnte es mich von Anfang bis Ende fesseln. Immer neue und unerwartete Wendungen haben die Spannung hoch gehalten. Ein Teil der Handlung war mir trotzdem ein wenig zu offensichtlich, doch der andere Teil war bis zum Schluss rätselhaft. Man konnte hier auch sehr gut mit Malou miträtseln, was mit den vermissten Frauen passiert sein könnte. Malou finde ich eine interessante Protagonisten mit ihrer eigenen faszinierenden Geschichte als Findelkind. Sie ist sehr ehrgeizig, doch einige Aktionen von ihr fand ich sehr leichtsinnig, unbedarft und eigensinnig. Trotzdem mochte ich sie irgendwie und bin neugierig geworden, was es mit ihrer persönlichen Geschichte auf sich hat. Mein Fazit: Die Story konnte mich von Anfang bis Ende fesseln, auch wenn ich es zum Teil etwas sehr offensichtlich fand. Mit Malou Löwenberg hat die Autorin eine sehr interessante Protagonistin geschaffen und ich möchte unbedingt weitere Teile von ihr lesen. Das Buch finde ich sehr lesenswert.

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In Christine Brands neuer Reihe ist nun die Kommissarin Malou Löwenberg Protagonistin. Als Malous Date Dario von seiner verschwundenen Mutter und von jährlichen erhaltenen Geburtstagskarten von ihr erzählt, ist Malous Interesse geweckt und sie beginnt in ihrer Freizeit zu ermitteln. Die Geschichte beginnt direkt nach dem Buch „Der Feind“ und hält auch viele bekannte Charaktere und frühere Geschehnisse bereit, weshalb zuerst „Der Feind“ und dann „Vermisst“ gelesen werden sollte, wenn man sich für die vorheriger Geschichte nicht spoilern möchte. Ich finde es schön in das Buch mit einem bekannten Charakter zu starten, denn Malou ist mir bereits seit den vorherigen Bänden sympathisch. Sie ist tough, sowie empathisch und zielstrebig. Hier lernen wir sie auch privat näher kennen, sowie ihr Date Dario. Der Sozialarbeiter findet nun durch Malou nach Jahrzehnten den Mut endlich herauszufinden, was damals mit seiner verschwundenen Mutter Anna passiert ist. Langsam steigert sich so immer mehr die Spannung, während Malou aus vielen Hinweisen die richtige Fährte filtert. Wie bisher in Christine Brands Büchern wird der Fall unglaublich spannend aufgezogen, während ebenfalls die Gefühle der Charakter beleuchtet werden. Wobei es hier verhältnismäßig wenige Überraschungen gibt, die Geschichte jedoch trotzdem bis zur letzten Seite sehr fesselnd erzählt wird. Trotzdem hat mich das Ende etwas enttäuscht. Durch die Erkenntnisse bei Malous Ermittlungen weiß man schon, wie die Tat begangen worden ist. Den Täter hatte ich auch schon seit einigen Seiten richtig geraten. Der Fall konnte offiziell abgeschlossen werden, aber ich hatte noch einige offene Fragen, weil von keiner Seite aus das Warum näher beleuchtet wurde. Das lässt mich, trotz der spannenden Geschichte und des fesselnden Schreibstils, nach Beenden des Buches unzufrieden zurück. Fazit: „Vermisst – Der Fall Anna“ ist wie von der Autorin gewohnt eine fesselnde und feinfühlige Ermittlung, die raffiniert aufgebaut wurde. Obwohl das Wer am Ende zufriedenstellend gelöst wurde, hätte ich mir noch mehr Erläuterungen zum Warum gewünscht.

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"Vermisst - Der Fall Anna" ist ein Thrillerreihenauftakt von Christine Brand, der 2024 als Paperback mit 544 Seiten im blanvalet Verlag der Penguin Random House Gruppe erschien. Der Einstieg ins Buch gestaltet sich vom Prolog abgesehen erstmal als relativ unspektakulär, da man erstmal die beiden Hauptprotagonisten Dario und Malou kennen lernt und sich diese Handlungsstränge erst einander annähern müssen. Dies trägt zu einem langsamen Anstieg des Spannungsbogen bei. Malous Charakter war für mich großteils nachvollziehbar gezeichnet und sammelte bei mir Sympathie, die mit dem Voranschreiten der Geschichte zunahm. Bei Protagonist Dario hingegen kamen meine Emotionen zwischen Sympathie und Abneigung ins Schwanken, denn seine starke Fixierung auf Malou war mir zu extrem. Die Ermittlungen bezüglich der verschwundenen Anna und deren Auswirkungen zogen mich stark in ihren Bann und ich entwickelte ebenfalls Theorien, die ich dann jedoch wieder verwerfen musste und erneut ratlos weiterlas. Umso mehr erfreute mich die nicht ganz vorhersehbare Auflösung bezüglich des Täters. Die kleinen Details, die mich an manchen bekannten True Crime Fall erinnerten, gaben der Geschichte noch mal das gewisse Etwas, die Handlung noch näher zu bringen und realistisch zu gestalten. "Vermisst - Der Fall Anna" hat mir sehr gut gefallen und die Tatsache, dass es sich hierbei um Band 1 einer Reihe handeln soll lässt mich erwartungsvoll auf eine Fortsetzung warten. Daher vergebe ich fünf Sterne.

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Klappentext: Malou Löwenberg ist Kommissarin beim Morddezernat und ein Findelkind. Als sie Dario kennenlernt, ist sie von seiner Geschichte fasziniert: Darios Mutter verschwand an seinem fünften Geburtstag spurlos. Obwohl alles dagegenspricht, glaubt er, dass seine Mutter noch lebt. An ihre eigene Geschichte erinnert, beginnt Malou zu ermitteln. Sie stößt auf immer mehr Vermisstenfälle: Alle Frauen verschwanden am fünften Geburtstag ihrer Kinder und alle Kinder erhalten ebenso wie Dario bis heute mysteriöse Geburtstagskarten „Vermisst“ von Christine Brand ist ein spannender Kriminalroman und der Auftakt der Cold-Case-Krimreihe „Malou Löwenberg“. Die Ermittlerin Malou Löwenberg ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn ihr Verhalten manchmal merkwürdig ist. Ihre Vespa hört auf den Namen Bruna. Malou geht in ihrer Freizeit zu Beerdigungen von Verstorbenen die sie gar nicht kannte und die keine Angehörigen mehr haben. Malou wurde als Baby in einem Korb vor die Tür eines Bestatters gestellt. Bis heute weiß sie nicht wer ihre Eltern sind. Seit seinem 5. Geburtstag ist Darios Mutter verschwunden. An seinem Geburtstagen bekommt bekommt er Karten die mit „Mama hat dich lieb“ unterschrieben sind. Dario ist davon überzeugt, dass seine Mutter noch am Leben ist. Konnte die Frau wirklich so gut untertauchen, dass sie bis heute nicht gefunden wurde? Bei ihren Ermittlungen stößt Malou auf immer mehr vermisste Frauen, die alle am 5. Geburtstag ihres Kindes verschwunden sind. Und alle Kinder erhalten an ihrem Geburtstag Karten. Christine Brand schreibt ihre Geschichte sehr packend. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Inspiriert wurde die Autorin von einer wahren Begebenheit. Die Autorin spielt gekonnt mit den Emotionen der Charaktere und ihren Leser*innen Ihre Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben. Ich habe gerne mit Malou zusammen ermittelt. Bin mit ihr durch Deutschland und der Schweiz auf der Suche nach den Vermissten. In der Geschichte erfährt man auch immer mehr über Malous Vergangenheit. Christine Brand erzählt die Geschichte in einem ordentlichen Tempo doch die Puzzleteile fügen sich nur langsam zusammen. Die Autorin hat einen fesselnden und flüssigen Schreibstil. Manchmal kam ich kaum zum Luftholen so hat mich die Story gepackt. „Vermisst“ ist ein sehr spannender Kriminalroman und ich freue mich auf weitere Fälle mit Malou Löwenberg.

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INHALT: Malou Löwenberg arbeitet als Kommissarin beim Morddezernat und ist ein Findelkind. Sie lernt Dario kennen und ist von seiner Lebensgeschichte sofort fasziniert. Denn Darios Mutter ist verschwunden. An seinem fünften Geburtstag hatte sie ihn nicht von der Kita abgeholt und seitdem gibt es keinerlei Spuren von ihr. Ganz fest glaubt Dario, dass sie noch lebt, obwohl alles dagegen spricht. Malou wird an ihre eigene Geschichte erinnert und beginnt zu ermitteln. Dabei stößt sie auf immer mehr Vermisstenfälle. Immer verschwinden die Frauen am fünften Geburtstag ihres Kindes und alle erhalten bis heute mysteriöse Geburtstagskarten. MEINE MEINUNG: Es ist mein erstes Buch, mein erster Fall, der Autorin und schon bin ich ein Fan. Das Buch war von Beginn an super spannend und es hat sich im Laufe der Storie immer mehr gesteigert. Trotz der über 500 Seiten konnte ich nicht aufhören zu lesen und hatte es in kurzer Zeit durch. Alles wird sehr ruhig und überlegt erzählt und erhält dadurch eine enorne Brisanz. Es liest sich fantastisch. Wir tauchen tief in den Vermisstenfall ein und immer wieder gibt es neue kleine Puzzlestücke, die es einzusetzen gilt. Dabei rücken die Persönlichkeit der Charaktete immer wieder in den Vordergrund und das Privatleben wird super interessant eingeflochten. Obwohl der Vermisstenfall schon einige Jahre her ist, ist er immer noch brisant und wir sind nah dabei. Ich fand die Verbissenheit der Charaktere, diesen Fall zu lösen, sehr symphatisch und war froh, dass der Leser bei jedem Schritt dabei war. So hat man alles aus erster Hand erfahren und doch kam ich mit meinen Gedanken an den Täter nicht weiter. Bis zum bitteren Ende musste ich mich gedulden und fand die Auflösung dann sehr glaubwürdig und wahnsinnig interessant. Ein Buch, ein Fall, der mich sehr begeistern konnte. FAZIT: Spannend, authentisch, interessante Charaktere mit Ecken und Kanten.

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Malou Löwenberg arbeitet im Morddezernat in Bern und muss noch verkraften, dass eine ihrer liebsten Kolleginnen nach der Tötung eines Attentäters inhaftiert ist. Auf Anraten ihres Vorgesetzten nimmt sie sich eine Auszeit. Bei einem Tinderdate trifft sie auf Dario, dessen Mutter seit seinem fünften Lebensjahr vermisst wird. Jedes Jahr bekommt er zu seinem Geburtstag eine Postkarte "Mama hat dich lieb". Malou, die von seinem Schicksal persönlich bewegt ist, da sie ihre eigenen Eltern nicht kennt, möchte Dario helfen und stößt schon bald auf mehrere vermisste Frauen und einen Zusammenhang mit den fünften Geburtstagen ihrer Kinder. Da ihr Chef nicht von der Wiederaufnahme alter Fälle überzeugt ist, ermittelt Malou privat weiter und gerät offenbar selbst bald in das Visier des Täters. Ist es möglich, dass seit Jahrzehnten ein Serienmörder grenzüberschreitend aktiv und unerkannt geblieben ist? "Vermisst - Der Fall Anna" ist der erste Band der neuen Krimireihe um die charismatische Schweizer Ermittlerin Marie-Louise Löwenberg. Der Roman wird überwiegend aus ihrer Perspektive sowie die ihres Tinderdates Dario geschildert, die beide damit zu kämpfen haben, dass ihre Wurzeln ungewiss sind. Die Frage, ob ihre Mütter noch leben, verbindet die beiden und ist der Schlüssel für die durch Malou eigenwillig eingeleiteten Ermittlungen. Aus einem Cold Case werden bald mehrere, was Malous Ehrgeiz noch mehr weckt, den Täter zu überführen. Die Fallaufklärung ist spannend. Peu à peu werden alte Spuren ausgewertet, immer neue Erkenntnisse gewonnen und die einzelnen Puzzleteile zusammengesetzt. Dabei scheint schier unglaublich, dass die Jahre auseinander liegenden Fälle vermisster Frauen zusammenhängen und wie makaber die Opfer zu ihren Geburtstagen Postkarten erhalten können. Außerhalb ihrer Befugnisse handelt Malou unkonventionell und mitunter unbedarft. Sie bringt sich damit selbst in Gefahr, denn auch sie erhält bald Botschaft eines Unbekannten, bei dem es sich um den gesuchten Täter handeln könnte. Der Kriminalfall beweist emotionale Tiefe. Eindrücklich ist dargestellt, wie Angehörige von Vermissten aufgrund der ungewissen Schicksale leiden und wie belastend es sein kann, seine Wurzeln nicht zu kennen. In keinem Fall geben die Opfer die Hoffnung auf, was zermürbend ist. Der Auftaktband ist ein vielschichtiger Kriminalfall, der einen interessanten Fall schildert, bei dem sowohl Motiv als auch die Identität des Täters lange im Dunkeln bleiben. Auch wenn die Ermittlungen ohne Einhaltung dies Dienstwegs etwas hemdsärmelig sind und manche Hinweise sich nach all der Zeit sehr schnell ergeben, um weitere Schritte einzuleiten, mangelt es der Geschichte nicht an Glaubwürdigkeit. "Vermisst - Der Fall Anna" und macht neugierig auf weitere (Cold Case-)Fälle mit Malou, die beruflich tough ist, privat jedoch ihre weiche Seite zeigt, Regeln nicht so ernstnimmt und unbeirrt ihrem Instinkt folgt.

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