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Rezensionen zu
Das Mädchen aus Glas

Julie Hilgenberg

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Das Mädchen aus Glas Bei diesem historischen Roman war ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte gestaltet, die das Thema der Glasknochenkrankheit hier in die Geschichte einfließt (zu einer Zeit, wo diese Krankheit noch total unerforscht war) – und wie sich hier die Liebesgeschichte in der Zeit um den Ersten Weltkrieg gestaltet. Meine Neugier war vorab sehr groß und ich freute mich auf diesen historischen Roman, einer mir noch unbekannten Autorin. Historisches Setting, interessante Charaktere …. … und ein Leben mit der Glasknochenkrankheit. All das hab ich hier vorgefunden. Zusammen mit einer starken Protagonistin, die mich hier in ihre Geschichte entführte. Es war alles sehr bildhaft, anschaulich und zeitlich passend gestaltet und dargestellt – so dass ich sehr gut in die Story abtauchen konnte. Ein flüssiges und zügiges Lesen war hier vorhanden – wobei ich aber gerade was historische Geschichten angeht, immer was längere Lesezeit brauche. Doch ich hab mich sehr wohl gefühlt und die Geschichte als sehr glaubhaft, emotional und berührend empfunden. Eine gefühlvolle und interessante Zeitreise … mit sehr viel Emotionen, Einblicken und Ereignissen, die mich immer wieder überraschten, begeisterten und ja – meine Neugier an der Story immer wieder weiter anstachelten. Ich hab mich sehr gerne hier in der Geschichte aufgehalten und mir ein paar schöne Lesestunden hiermit gestaltet. Julie Hilgenberg schreibt sehr bildhaft, gefühlvoll und konnte mich hier von der ersten bis zur letzten Seite packen und begeistern.

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Mich hat die berührende und sehr emotionale Geschichte sehr gefesselt und ich kann es jedem empfehlen, der auf historische Romane mit Tiefgang wert legt.

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Tolles gefühlvolles Buch

Von: B. L.

07.12.2020

Wer es feinfühlig und Gefühlvoll will ist in diesem Buch genau richtig. Das Rad muss nicht neu erfunden werden das es funktioniert, es reicht der richtige Schwung. Hier würde ich behaupten, alles richtig gemacht. Kurzer Einblick: Es geht kurz vorm ersten Weltkrieg los. Angst gehörte also schon zum Alltag dazu das es bald los gehen könnte und daher waren Elisa Ihre Eltern noch mehr gebeutelt mit der Sorgen um Sie, dass ihr etwas passieren könnte. Ein Schicksalsschlag jagt den anderen. Da der Vater seine Schokoladenfabrik in Gefahr sieht, ist für Ihn die einzige Möglichkeit die Zukunft für seine geliebte Tochter zu sichern die arrangierte Hochzeit mit einem Bankierssohn. Blöd nur, keiner interessiert sich für den anderen.... Ich will garnicht viel mehr sagen, da es sich Lohnt das Buch selbst zu lesen!

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Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt und sehr bewegt. Die Hauptheldin, Elisa ist an der Glasknochenkrankheit erkrankt, die zu der damaligen Zeit, 1913, noch kaum erforscht worden ist. Um möglichst Knochenbrüche zu verhindern, wird Elisa mit Tabletten ruhig gestellt und verlebt ihre Kindheit und Jugend abgeschottet im Haus ihrer Eltern. Einziger Lichtblick in dieser Zeit sind die Besuche von Wilhelm, der Sohn ihres Hausarztes, der später ihre Behandlung übernimmt. Um die Schokoladenfabrik ihres Vaters zu retten, wird von ihm ihre Hochzeit mit Louis, den Sohn eines Bankiers arrangiert. Louis ist ein Luftikus, der jedem Rock hinterherläuft, auf Partys geht und vom Geld seines Vaters lebt. Die Ehe besteht anfangs nur auf dem Papier, denn er hat keinerlei Gefühle zu Elisa, die er nur als Krüppel ansieht. Diese wiederum hat Gefühle zu Wilhelm entdeckt, der sich aber wiederum nicht getraut seine Gefühle ihr gegenüber zu offenbaren... Die Autorin nimmt uns mit auf eine Zeitreise und es gelingt ihr gut in ihrer Schreibweise, dem Leser die damalige Zeit mit all ihren Problemen näher zu bringen. Die Rechte der Frauen werde unterdrückt und ihr Leben ist abhängig von einer gut arrangierten Heirat. Während die Männer ihr Leben weiterführen können, wie sie es wünschen, haben die Frauen zu Hause auf ihren Mann zu warten und sind für den Haushalt und das Vorbereiten von Feiern zuständig. So verzweifelt Elisa am Anfang über die arrangierte Ehe ist, bedeutet es für sie immer mehr Freiheit und sie lernt das Leben neu lieben und auch ihre eigenen Wünsche umzusetzen. Die Handlung wird überschattet vom 1. Weltkrieg und auch hier gelingt es der Autorin sehr gut die Grausamkeiten des Krieges und die dadurch entstehenden Wendungen in den Schicksalen der Menschen zu verdeutlichen. Ob es für Elisa und Louis eine positive Wendung in ihrer Ehe gibt und was aus Elisas Jugendliebe zu Wilhelm wird, kann der Leser in diesem Buch erfahren.

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„Es ist leicht, nach jemandem zu treten, der bereits am Boden liegt. Jemandem die Hand zu reichen und aufzuhelfen, verlangt einem weit mehr ab.“ @julieheiland beschreibt in ihrem gefühlvollen Roman eine tragische Liebesgeschichte, die mich regelrecht gefesselt und bewegt hat. Es beginnt 1913 in Berlin... Das Schicksal Elisas hat mich durch ihre Erkrankung aufgewühlt und mir eine neue Sichtweise präsentiert. Sie ist warmherzig und stark, und wird mit einer Menge an Verboten und Beschränkungen konfrontiert. „Gefühle, mein liebes Kind, haben keine Bedeutung“ Elisa fühlt sich eingesperrt und leidet unter den strengen Regeln ihrer Eltern, aber sie kämpft um ihr Glück. Mehr möchte ich von der Handlung gar nicht verraten. Es war weder zu langatmig, noch überstürzt. Die Charaktere, mit ihren menschlichen Ecken und Kanten, haben diese Geschichte so besonders gemacht. „Ich habe so viele Knochen, die du brechen könntest, aber du brichst mir genau mein Herz.“ Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, durchdringend und individuell. Man kann nicht aufhören zu lesen. Es beinhaltet so eine wundervolle Message und hat mich auf jeder Seite, mit jedem Satz und jedem Wort berührt. Herzlichen Dank an @bloggerportal @randomhouse für diesen großartigen und bewegenden Roman! Unbedingte Leseempfehlung!

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Die Liebe gewinnt

Von: Klaudia K. aus Emden

19.10.2020

Der emotional sehr berührende Roman "Das Mädchen aus Glas" von Julie Hilgenberg bietet seinen Lesern ein ganz besonders schönes Leseerlebnis. Die Handlung setzt in Berlin um das Jahr 1913 ein. Elisa von Treue leidet seit ihrem siebten Lebensjahr an der Glasknochenkrankheit, das sie an einem normalen Leben nicht teilnehmen läßt, weil sie schon durch kleinste Unachtsamkeiten schwerwiegende Knochenbrüche riskiert. Sie ist in ihrem elterlichen Zuhause gefangen und durch die besondere Rücksichtnahme völlig überbehütet. Ihr einziger Lichtblick ist ihr Jugendfreund Wilhelm, der nun auch ihr behandelnder Arzt ist. Ihr Vater arrangiert eine Ehe für sie mit Louis, dem Sohn des Privatbankiers Emil Lindquist. Die Zweckehe soll den Erhalt der Schokoladenfabrik absichern. Elisa empfindet diese Zumutung zunächst als Bestrafung, denn sie ist in Wilhelm verliebt, doch während ihrer Ehe mit Louis nähern sich die Ehepartner an und Elisa entdeckt schließlich welche Befreiung die Ehe mit Louis für sie letztendlich bedeutet. Schließlich möchten Elisa und Louis sogar ohne einander gar nicht mehr sein. Elisa ist eine elfenhaft wirkende, zarte Schönheit, die sich in ihrem Leben kämpferisch und mit viel Gefühl und Intelligenz behauptet. Als Louis ihren wahren Charakter entdeckt, ist es um ihn geschehen. "Seine" Elisa ist für ihn die reine Inspiration und seine Energiequelle zugleich. Ohne sie mag er nicht mehr leben. Bevor er Elisa kennen lernte war Louis ein junger Mann, der aus dem Vollen schöpfte und im schlechtesten Sinn des Wortes ein Weiberheld. Elisa gelang es seinen tief verborgenen Charakter herauszuschälen, was ihn erstaunlich veränderte: Er wurde liebevoll und einfühlsam. Elisa und Louis wurden im Laufe der Zeit zu einem Traumpaar. Hier erfährt der staundende Leser, was Liebe in Menschen bewirken und hervorbringen kann. Elisa war im Elternhaus folgsam und eingesperrt. In ihrer Ehe erfuhr sie, was Freiheit ist und lernte die Welt aus ganz anderer Sicht kennen. Es erschließt sich ihr ein Leben in welchem sie aufblühte und schließlich eine herrlich faszinierende Weiblichkeit ausstrahlte. Sie wächst über sich hinaus und kann auch ihrer Konkurrentin mit Liebe begegnen. Als dramatische Wendung rollt der erste Weltkrieg über die Nationen hinweg. Louis und Elisas Arzt Wilhelm müssen an die Front. Von nun an beginnt das große Bangen... Der Autorin gelang auf bemerkenswert faszinierende Weise eine beeindruckende Weiterentwicklung der Charaktere im Laufe des Romans. Die vielen in die Geschichte eingewobenen Emotionen umgeben die nahezu historisch-präzise zeitgemäße Darstellung der Romanwelt. In jener Zeit war die Glasknochenkrankheit noch nicht erforscht. Dies war auch der Grund warum Elisa von der Außenwelt isoliert wurde. Ihr damit verbundenes Schicksal wird den Leser zu tiefst berühren, denn die aufgezwungene, übertriebene Isolation macht Elisa zu einem sehr einsamen Menschen. Nur die Besuche Wilhelms und das Lesen waren die einzigen Lichtblicke im abschottenden Elternhaus. Der wunderbare Schreibstil von Julie Hilgenberg fesselt seine Leser über die schwungvolle, mühelos zu lesende Sprache sofort an diesen Roman. Herrlich lebensecht skizzierte Charaktere, deren erstaunliche Entwicklung und die vielen hautnah miterlebbaren Emotionen sind ein ganz besonderes Leseerlebnis. Ich litt mit Elisa und ärgerte mich über Louis, doch zum Schluss bangte auch ich um ihn und durfte die glücklichen Momente des Ehepaars mitempfinden. Besonders gelungen fand ich auch Louis Tante Florence. Diese Romanfigur, über die der Leser ganz sicher häufig schmunzeln wird, spielt im Lauf der Geschichte häufiger die Rolle der "guten Fee". Der außerordentlich gut gelungene Roman bietet einen Blick auf das Thema der von Eltern arrangierten Zweckvermählung, die im Europa noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den gesellschaftlich höheren Kreisen nahezu üblich war. Für mich war der Roman "Ein Mädchen aus Glas" ein echtes Highlight in diesem Romanjahr.

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Stellt euch vor, ihr stoßt durch Zufall auf ein Buch, das euch neugierig macht, und beim Lesen bemerkt ihr immer mehr, dass euch der Protagonist unfassbar ähnelt. Stellt euch vor, ihr findet ein Buch, was quasi über euch geschrieben wurde. Genau das ist mir nämlich hiermit passiert! Und damit steigen wir gleich mit dem größten Pluspunkt überhaupt ein. Der Fakt, dass die Protagonistin meinen Namen trägt und die Geschichte mein persönliches Rezept für ein gutes Buch sein könnte, machte mich sofort Feuer und Flamme auf dieses Werk. Also stürzte ich mich hellauf begeistert in die Geschichte und wurde keineswegs enttäuscht! Mit jeder Seite merkte ich immer mehr, dass mir Elisa unglaublich ähnlich ist. Also nicht dieses "ich kann mich ganz gut mit ihr identifizieren und teile ihre Gedanken"-ähnlich, sondern dieses "wtf die Autorin kennt mich doch gar nicht wie kann das sein omg das bin einfach ich"-ähnlich! Ehrlich, es war fast gruselig! Abgesehen von der Krankheit (Gott sei Dank) stimmt fast alles: Das Aussehen (lange braune Haare, blaue Augen, die Figur, selbst das Muttermal im Gesicht), die Art (sanftmütig, naiv, vorsichtig, detailverliebt, stets freundlich) und ihre Gedanken über die Welt, welche sie genau beobachtet. Wirklich faszinierend, quasi von sich selbst zu lesen. Auch verzaubern konnte mich die ganze Konzeption dieser Geschichte. Es deckt alle meine liebsten Handlungen ab: es ist historisch, beinhaltet eine tolle Liebesgeschichte und behandelt dabei noch so viele wichtige Themen wie der Umgang mit einer solchen Krankheit, Belästigung, die Verhältnisse damals, die Schrecken des Krieges, die engstirnige Gesellschaft, und noch viel mehr! Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch so viel abdeckt im Vergleich zu der Seitenanzahl. Der Klappentext verrät wirklich nur einen Bruchteil dessen, was passiert. Elisas Entwicklung war toll, genauso wie der langsame Aufbau der Liebesbeziehung. Doch leider ging dieses Sanfte, Entschleunigte und Behutsame mit wachsender Seitenanzahl verloren. Nicht ganz verloren, aber ich hatte gegen Ende, besonders als es um die Kriegserlebnisse ging, das Gefühl, dass die Seitenzahl nicht mehr ausreichte, um die vielen Geschehnisse in dem gleichen Tempo zu erzählen. Es wirkte ein wenig gehetzt, gequetscht, was dem Ganzen die Nahbarkeit nahm. Das fand ich schade, da ich auch doppelt so viele Seiten in dieser Geschichte verbracht hätte, um dafür durchgehend so ein intensives, detailreiches Leseerlebnis zu haben. Aber man weiß ja nicht, welche Hintergründe dahinter stecken, vielleicht Vorgaben, die eingehalten werden mussten! Für diesen Schreibstil finde ich eine ordentliche Länge aber wirklich wundervoll, denn er zeichnet sich aus durch Liebe zum Detail, tollen Beschreibungen (die Kleider!) und der Fähigkeit, Szenerie und Emotionen kunstvoll zu erschaffen. Teilweise habe ich mich selber auch darin erkannt und davon inspirieren lassen, da ich meinen Schreibstil auch dadurch auszeichnen möchte. Insgesamt lässt sich meine Begeisterung für dieses Buch keineswegs trüben! Dafür ist mir dieses Werk zu wichtig und persönlich. Wenn mich das nächste Mal jemand nach einem meiner liebsten Bücher fragt, um mich näher kennenzulernen, drücke ich demjenigen diese Geschichte in die Hand. Demnach ist es ein absolutes Jahreshighlight und, mehr noch, ein persönliches Lebenshighlight von mir❤ Ich wünsche das jedem, so ein Buch zu finden, was für einen selbst perfekt ist! Also verdiente 10/10 Sterne! ✒Lieblingszitat: "Mit meiner Geschichte will ich dir sagen, dass das Leben nun mal so ist. In einem Moment ist es wunderschön, im nächsten ist es grausam. Man hat Träume, man macht Pläne - und auf einmal schlägt das Schicksal zu, und alles ist anders. Aber es geht immer irgendwie weiter. Immer."

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Der historische Roman "Das Mädchen aus Glas" von Julie Hilgenberg erscheint im Diana Verlag. Berlin, 1913: Elisa wächst als Fabrikantentochter zurückgezogen und sehr behütet auf, man umsorgt sie wie ein rohes Ei, denn seit ihrer Kindheit weiß man, dass sie an der seltenen Glasknochenkrankheit leidet. Als sie im heiratsfähigen Alter ist, arrangiert ihr Vater eine Ehe mit dem Draufgänger Louis, dabei gehört Elisas Herz ihrem Arzt Wilhelm. Das junge Paar Elisa und Louis kommt sich näher und als der ErsteWeltkrieg seine Soldaten an der Front fordert, zeigt Elisa wahre Stärke. Dieser Roman mutet wie ein klassischer historischer Roman an, das Thema junge Frau liebt einen Mann, muss aber eine arrangierte Ehe eingehen, ist auch nicht neu. Aber die Umsetzung dieser Geschichte ist der Autorin perfekt gelungen, denn sie baut neben vielen Emotionen und zeitgemäßen Schilderungen des Zeitgeists auch eine stete Weiterentwicklung der Charaktere ein, die mich bis zum Ende gefesselt und ergriffen hat. Um 1900 war die Glasknochenkrankheit noch nicht groß erforscht. Die daran erkrankte Elisa wird geschont und mehr oder weniger vor der "gefährlichen" Außenwelt abgeschirmt. Ihre einzige Ablenkung ist der Kontakt zu ihrem Jugendfreund Wilhelm, der auch ihr behandelnder Arzt ist. Doch Elisas Vater sorgt sich um den Fortbestand seiner Schokoladenfabrik und arrangiert eine Ehe mit Louis, einem Bankierssohn. Louis ist nicht an Elisa interessiert und umgekehrt genauso, doch sie fügen sich dem väterlichen Willen. Das ungewohnte Schicksal Elisas hat mich durch ihre Erkrankung und ihren zurückgezogenen Lebensstil ergriffen und mir eine neue Sichtweise vermittelt. Sie gibt der Geschichte einen tieferen Sinn, hier stehen nicht nur das Liebesgeplänkel oder die Zwangsverheiratung im Mittelpunkt, sondern das Leben einer kranken jungen Frau, die vom Leben abgeschirmt wird. Mit diesem Buch taucht man tief in die besondere Liebesgeschichte ein, aber auch in die spezielle Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs. Die Beziehung zwischen Elisa und Louis ist durch ihre verschiedenen Charaktere sehr interessant, beide stoßen sich ab und haben doch im Laufe der Zeit Vertrauen und Gefühle füreinander, die in Elisas Fall mehrfach verletzt werden. Man bekommt sehr bildhaft die damalige Lebensweise vorgestellt, eine detailreiche Beschreibung von Lebenstil, Personal, Einrichtung und Kleidungsstil mitsamt Korsett zeigt die obere Gesellschaftsschicht aus nächster Nähe. Aber auch die Lebensbedingungen der kleinen Leute werden deutlich und im Krieg vermögen die dramatischen Angriffe und Handlungen zu fesseln und das enorme Ausmaß an Leid und Elend realistisch zu vermitteln. Der eingängige und bildhafte Schreibstil der Julie Hilgenberg macht es sehr leicht, dem Roman gefesselt zu folgen. Auch die Charaktere bekommen soviel Leben, Emotionen und spezielle Eigenheiten eingehaucht, die einfach nur mitreißen und überzeugen. Zwischen dem Ehepaar wächst5 die Liebe allmählich immer mehr an und einige romantische Briefe und Dialoge sorgen für schöne Momente, die nahe gehen und von großer Liebe zeugen. Ihr gemeinsamer Lebensweg hat einige Überraschungen parat, die nicht immer heile Welt bedeuten, doch es ist erstaunlich, wie Elisa an sich und ihrer Liebe wächst und stärker wird und damit zu einigen Handlungen fähig ist, die man ihr anfangs nicht zugetraut hätte. Meine absolute Leseempfehlung von mir für diesen schönen, ergreifenden Roman!

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