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Rezension zu
Und jetzt du.

Wegweiser für ein rassismuskritisches Leben

Von: Rebecca
08.03.2022

"Und jetzt Du. Rassismuskritisch leben." ist ohne Frage ein unbequemes Buch. Denn wer möchte sich schon gerne den eigenen Rassismus eingestehen, ist doch jeder von sich selbst überzeugt antirassistisch zu sein. Dass dieses Selbstbild jedoch trügerisch ist, wird beim Lesen des Buches deutlich. Tupoka Ogette zeigt anhand von eigenen Erfahrungen von Rassismus, die sie selbst, ihre Familie oder Bekannten erlebt haben, wie tief das System Rassismus in der Gesellschaft verankert ist."Und jetzt Du. Rassismuskritisch leben." ist ohne Frage ein unbequemes Buch. Denn wer möchte sich schon gerne den eigenen Rassismus eingestehen, ist doch jeder von sich selbst überzeugt antirassistisch zu sein. Dass dieses Selbstbild jedoch trügerisch ist, wird beim Lesen des Buches deutlich. Tupoka Ogette zeigt anhand von eigenen Erfahrungen von Rassismus, die sie selbst, ihre Familie oder Bekannten erlebt haben, wie tief das System Rassismus in der Gesellschaft verankert ist. Als Expertin für Antidiskriminierung und Leiterin von Workshops, die sich mit dem Thema Rassismus im Alltag auseinandersetzen, weiß sie, von was sie spricht. Die Stärke des Buches liegt jedoch nicht nur darin, Beispiele von Diskriminierung aufzuzeigen und Begriffe wie White Fragility oder Othering zu erklären, sondern auch konkrete Vorschläge, Anregungen und Tipps anzubieten, was jeder Einzelne im Alltag gegen Rassismus tun kann. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine einfache To-do-Liste, die es abzuarbeiten gilt, denn es gibt nicht dieses eine Allheilmittel, mit dem ein gesellschaftliches und gedankliches System, das auf Diskriminierung, Ausbeutung und Ausgrenzung beruht und seit mehreren Jahrhunderten besteht, von heute auf morgen abgeschafft werden kann. Vielmehr geht es darum zu lernen, rassismuskritisches Denken und Leben zum festen Bestandteil des privaten und beruflichen Alltags zu machen. Der Weg hin zu einer rassismuskritischeren Welt ist kein Sprint, sondern ein Marathon und auf diesem wird jeder von uns Fehler machen und gelegentlich an seine Grenzen kommen, aber für die Verwirklichung einer rassismusfreieren Welt ist es das allemal wert. Voraussetzung dafür ist, dass man sich der eigenen Position innerhalb des Systems Rassismus bewusst wird und dass die Gesellschaft als Ganzes anfängt, über dieses Machtsystem und dessen negativen Auswirkungen zu sprechen ansonsten wird sich nichts an den Verhältnissen ändern. Jetzt ist es an uns allen den ersten Schritt zu machen. Absolut wichtiges Buch, klare Leseempfehlung!

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