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Rezension zu
Das Steinzeit-Virus

Thriller mit guter Idee und kleinen Schwächen

Von: Der Büchernarr
08.10.2021

Der potentielle Leser könnte ja der Auffassung sein, dass das Thema Pandemie ausgelutscht sei. Oder vielleicht hat er auch gar keine Lust eine weitere Art der Pandemie kennenzulernen. Das Virus, das in diesem Buch die Hauptrolle übernommen hat, ist jedoch kein “normales” Virus, sondern eines, das wesentlich in die Struktur der Gene eingreift und so die evolutionäre Uhr zurückdreht. Das ergibt in Summe ein vollkommen anderes Bild. Der Beginn des Buchs hat mir sehr gut gefallen. Der französische Autor Xavier Müller führt den Leser in einer spannenden Art und Weise an die Ereignisse heran. Die Haupt- und Nebenfiguren werden gut präsentiert und auch das Virus erhält einen gebührenden Auftritt. Zum Ende hin wird die Geschichte allerdings immer abstruser und der Autor bedient sich zunehmend stereotypischer Stilelemente, die den guten Eindruck des Einstiegs ein wenig zerstören. Hinzu kommt, dass manche Passagen nur bedingt die Story weiterbringen und sich wie Ballast anfühlen. Für einen Thriller wird zum Ende hin deutlich das Erzähltempo reduziert und die Geschichte wird etwas langatmiger. Hier hätte durchaus etwas mehr passieren können. Vor allem in Hinsicht darauf, dass sich vieles wie ein abgedroschener Hollywoodfilm liest, bei dem die Menschen immer sehr befremdliche Dinge machen. Nun, auch solche Hollywood-Filme haben ebenso wie solche Bücher eine Daseinsberechtigung. Allerdings sollte man als Leser seine Erwartungshaltung deutlich reduzieren und nicht zu viel Tiefgang erwarten. Vor allem, nachdem der Anfang so vielversprechend war. Fazit Es ist ein unterhaltsamer Thriller, der eine sehr interessante Idee aufgreift. Wie realistisch das Szenario wirklich ist, sei mal dahingestellt. Solch eine wissenschaftliche Unzulänglichkeit hätte der Thriller sicherlich verkraftet. Weniger hingegen, dass das Erzähltempo vor allem zum Ende derartig abgesenkt wurde, so dass so mancher Handlungsstrang etwas mühsam zu lesen war. Dennoch kann ich den Thriller Genrefans empfehlen, die gerne ruhige Thriller lesen.

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