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Felicitas Fuchs

Hanne. Die Leute gucken schon

Mütter-Trilogie 2

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Minden 1951: Hanne wächst in bescheidenen Verhältnissen heran. Ihre Mutter Minna sorgt dafür, dass alles in geregelten Bahnen verläuft, sogar ein bisschen Glück scheint endlich wieder möglich. Als Hanne dem smarten, viel älteren Paul Wagner begegnet und sich zum ersten Mal verliebt, nimmt ihr Leben eine Wendung, die für immer alles verändert.


Originaltitel: Hanne (Mutter-Tochter-Saga 2)
Originalverlag: Heyne
Hörbuch Download, Laufzeit: 15h 3min
ISBN: 978-3-8371-6067-3
Erschienen am  16. January 2023
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Schwierig und etwas einseitig - und doch hörenswert

Von: Stage Reptiles

01.04.2023

Der zweite Teil der Trilogie beginnt 1951. Das Land richtet sich nach den harten Kriegsjahren langsam wieder auf, aber einfach ist es nicht. Immer noch ein hartes Leben, das vom Verzicht bestimmt wird, muss jeder sehen, wo er seinen Platz findet, eine Arbeit und wie er Geld verdienen kann. Minna lässt sich von diesen Umständen nicht unterkriegen, sie ist stark, zäh und tut alles, um ihrer Tochter ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Teller zu bieten. Doch Minna erkrankt - wie so viele damals - an TBC und muss sich über Monate in Behandlung begeben. Später erkrankt auch ihre Tochter Hanne und muss sich jahrelang mit der Krankheit herumschlagen, die ihr Leben bestimmt. Hanne klagt nicht, sie ist ruhig, sittsam, wohlerzogen und fleißig, nur findet sie keine Arbeit, weil niemand jemanden mit TBC einstellen möchte. Die Angst vor einer Ansteckung ist trotz medizinischer Fortschritte und Impfungen zu groß. Dafür hilft sie im Theater aus, lernt Paul Wagner kennen und gibt ihrem eigenen Leben damit eine überraschende Richtung vor. In dieser Zeit ist eine uneheliche Tochter nicht gerade das, was man sich wünscht und das Leben erleichtert, aber auch hierfür findet Minna eine Lösung. Hanne, Anfang 20, ist mit dem Kind und der Situation total überfordert und das wird auch später nicht viel besser. Hanne ist irgendwann eine verbitterte Frau, die allen anderen die Schuld an ihrem Leben gibt, mit nichts zufrieden ist und den ersten Preis im Beklagen und Meckern bekäme, gäbe es ihn denn. Ihre Tochter erfährt unheimliche Ablehnung der Mutter und wenig Verständnis. Trotzdem wird Hanne positiv dargestellt, Fehler machen immer nur die anderen, vor allem die Männer. Es ist ein vor Feminismus triefendes Werk, das es sich viel zu einfach macht. Männer sind schuld, an allem, sie unterdrücken Frauen, sie machen ihnen Kinder und sie können es den Frauen nicht recht machen, auch wenn sie sich dumm und dämlich zahlen. Männer sind der Abschaum. Das ist das, was hängen bleibt und was dieses Buch so unendlich schwierig und fast schon schlecht macht. Es wird nicht differenziert, es wird nicht einmal eine wenigstens einigermaßen objektive, neutrale Haltung eingenommen, was man durch Äußerungen gewisser Figuren durchaus hätte geschehen lassen können. Aber jedes kleine Fünkchen wird sofort im Keim erstickt. Nun gilt das Werk als teilweise autobiografisch und da kann man natürlich nicht neutral und objektiv sein, da ist natürlich jeder andere Schuld an der eigenen Misere, da ist eine Reflexion sehr schwierig. Allerdings sind nicht alle Darstellungen wahrheitsgetreu und einige Figuren sogar erfunden, wie es am Ende des Buches angegeben wird. Das macht es noch viel schwieriger, dieses Werk überhaupt einzuordnen. Bei einer Biografie, die über die eigenen Vorfahren spricht, kann man gewisse Äußerungen und Einstellungen verzeihen, bei einem Buch, das so viel Fiktion enthält, dass es nicht als Biografie stehen kann, ist dies unmöglich. Hier verwischen Grenzen beliebig und nach dem eigenen Willen der Autorin, um - ja, warum? Um die eigene Familie immer positiv dastehen zu lassen, selbst wenn sie Fehler macht? Es bleibt schwammig und unklar. Das Zeitzeugnis, das man hier erkennt, ist immer noch positiv zu erwähnen, ist aber auch sehr einseitig beleuchtet. Man geht nun immer mehr weg von den geschichtlichen Ereignissen, bleibt bei Männerhass hängen und der ewigen Schuld, die auf den Deutschen ruht, auch wenn die neuen Generationen nichts, aber auch rein gar nichts mehr für den Krieg können und sich sehr wohl bewusst sind, was damals passiert ist, aber eben einfach keine Schuld mehr daran haben und dieses Kainsmal endlich ablegen wollen und dürfen. Stellenweise fällt es schwer, weiterzulesen oder zu hören. Man möchte dieses zu subjektive Werk mit teilweise sehr engstirnigen Ansichten und dem Anspruch, Wahrheit und Biografie zu sein, nicht mehr ertragen müssen. Und doch macht man weiter, denn eines kann Fuchs: Ihre Leser bei Laune halten. Man möchte schon wissen, wie es weitergeht, hofft immer noch auf diese historische Komponente, die allerdings immer mehr verschwindet, da Hanne sich nicht für Politik und das Zeitgeschehen interessiert und damit leider sehr viel Potential verschenkt. Aber Minna wird alt, verändert sich, wird ruhiger, auch etwas demütig. Man hat die Figuren fast schon liebgewonnen und nimmt Anteil an deren Schicksal, möchte natürlich wissen, wie es weitergeht und irgendwann auch endet. Am Ende gibt es einen krassen Cut und einen Zeitsprung, der recht willkürlich erscheint, aber doch sehr viel Spannung für den dritten Teil aufbaut, wenn Romy im Mittelpunkt steht, die ganz anders ist als ihre Mutter und sich in einer anderen Zeit behaupten muss, mit ihren eigenen Träumen und Fehlern. Eingelesen ist das Buch von Irina Scholz. Gekonnt haucht sich den Figuren Leben ein, hat sich Gedanken macht, wie jemand klingen könnte, hat sich damit auseinander gesetzt, wie die einzelnen Charaktere beschrieben wurden und setzt das Ganze stimmlich wahnsinnig gut um. Es ist toll, ihr dabei zuzuhören, wie sie Minna zum Leben erweckt, Hanne verzweifeln lässt, Lebenslust und Lebensfrust hörbar macht.

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Hanne wird Mutter

Von: Klaudia K. aus Emden

28.01.2023

"Hanne. Die Leute gucken schon" von Felicitas Fuchs ist der Zweite Teil einer hinreißenden "Müttertrilogie", deren Story sich im vorliegenden Band überwiegend um Hanne, dem Kind Minnas, dreht. Die Handlung spielt in der Zeit von 1951-1978 in Minden. Hanne wächst behütet bei ihrer alleinerziehenden Mutter Minna auf, die sich von Ihrem Mann getrennt hat. Als Hanne eines Tages an Tuberkulose erkrankt beginnt für die Jugendliche eine lange, harte Zeit bis zu ihrer Heilung. Die vielen Aufenthalte in den verschiedenen Kliniken und Sanatorien isolieren sie von den Gleichaltrigen. Als sie sich eines Tages nach einer sehr ausgelassenen Feier den Verführungen eines älteren Herren hingibt, wird sie ungewollt schwanger. Hanne verschweigt den Namen des Kindsvaters, doch die selbstbewusste Minna lässt sich nicht beirren und macht ihn ausfindig. Hanne bringt ein Töchterchen Romy zur Welt, die jedoch überwiegend von Minna erzogen wird, zumal Hanne immer noch recht häufig die Folgen der Tuberkulose in Sanatorien behandeln lassen muss. Hanne lernt schließlich den stillen Otto kennen, den sie heiratet. Otto verlangt ihr in der Ehe sehr viel ab und es folgen noch weitere Kinder. Wird Hanne jemals wirklich glücklich sein? Der wunderschön flüssige Schreibstil der Autorin ist kraftvoll, dynamisch und leicht verständlich. Sehr schön fand ich, dass im Roman auch die aus dem ersten Teil bekannten Romanfiguren in Nebenrollen auftauchen, und damit die Romanwelt authentisch und groß erscheinen lässt. So erleben wir auch die sehr sympathische und liebenswerten Charaktere Karl und Fannie wieder in Aktion. Die Hörbuchfassung wurde von Irina Scholz gelesen und auf beste und eindrucksvollste Weise betont. So sind die Schicksalsschläge und auch Höhepunkte der Geschichte besonders berührend und emotional gesprochen, was den Roman zu einem wunderschönen Hörerlebnis werden lässt, das ganz besonders zu Herzen geht. Auch im Hörbuch werden die Speisenzubereitungen aus dieser Epoche hervorragend dargestellt und so kann man nur staunend vor den Fähigkeiten der Frauen stehen, die praktisch aus wenig verfügbaren Zutaten sehr leckere Speisen hervor zauberten und dem Alltag trotz der knappen und ärmlichen Anfangszeit wunderschöne Momente abgewinnen konnten obwohl sie praktisch auf sich allein gestellt waren. Auch dieser zweite Teil "Hanne, die Leute gucken schon" von Felicitas Fuchs ist rundum gelungen und gerade in der Hörbuchfassung ein emotional sehr schönes Erlebnis, das ich rundum empfehlen kann.

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Vita

Felicitas Fuchs

Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. Für ihre historischen Familienromane lässt sie sich gern von Geschichten aus dem wahren Leben inspirieren. Mit ihrer Mütter-Trilogie gelang ihr auf Anhieb ein SPIEGEL-Bestsellererfolg.

Zur Autorin

Irina Scholz

Irina Scholz zählt seit 2012 zum Sprecherensemble des WDR und ist in zahlreichen Produktionen von Arte, 3Sat, ZDF und ARD zu hören. Als Düsseldorferin ist sie die Idealbesetzung für Felicitas Fuchs große Familiensaga, deren Protagonistinnen sie einfühlsam zum Leben erweckt.

Zur Sprecherin

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