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Anthony Veasna So

Nach der Party

Stories

(1)
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Das Kultbuch aus Amerika: New York Times Bestseller, von der Presse gefeiert

Nur wer sich radikal neu erfindet, wer neue Wege findet im Umgang mit dem eigenen Körper und der eigenen Identität, mit Freundschaft und Familie, hat eine Chance, mit der Vergangenheit Frieden zu schließen...

In Stockton, einer Stadt in einem kalifornischen Tal weit entfernt vom Meer, florieren buddhistische Tempel und kambodschanische Lebensmittelläden, seit das völkermörderische Regime der Roten Khmer die Menschen aus dem eigenen Land hierhin vertrieben hat. In dieser Stadt, die weder ganz zu Amerika noch zu Asien gehört, begegnen wir allmächtigen Mönchen, nervigen Tanten, von der Langeweile zu Tode gequälten Heranwachsenden, stoßen auf einen ganzen Kontinent an verschwiegenen, verdrängten, verbotenen Geschichten, heimlichen Wünschen und sexuellen Fantasien. Respektlos und kühn erzählt Anthony Veasna So in seinem posthum erschienenen, gefeierten Erzählband vom Befreiungskampf der jungen Generation gegen die Stille und das Vergessen.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Cornelius Reiber
Originaltitel: Afterparties
Originalverlag: Ecco
Hardcover mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-630-87766-2
Erschienen am  15. May 2024
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Hype oder Langeweile? Sos Afterparties: Tiefgang ohne Funken

Von: Olivia Grove

27.05.2024

Anthony Veasna So starb im Alter von 28 Jahren noch vor der Veröffentlichung seines ersten Buches „Afterparties“. Um ehrlich zu sein, war ich nicht so begeistert, wie ich erwartet hatte. Alle lieben diese Stories, so scheint es. Ja, es gibt scharfsinnige Beobachtungen und interessante Sätze, aber für mich persönlich stimmten vor allem die Erzählstruktur und der Aufbau nicht – und das ist bei Kurzgeschichten entscheidend. Das ganze Buch hat mich gelangweilt. Ich wollte es wirklich mögen, aber ich hätte es wahrscheinlich aufgegeben, wenn ich nicht so sehr daran geglaubt hätte. „Afterparties“ ist nicht perfekt. Wie in jeder Kurzgeschichtensammlung gibt es einige, die nicht ganz überzeugen. In den Geschichten passiert nichts wirklich Nennenswertes, Alltag eben, Facetten des Lebens. Aber irgendwie mochte ich keine dieser Stories wirklich, und der Humor traf nicht meinen Geschmack. Und auch, wenn dies ein wertvoller Beitrag zur literarischen Welt unterrepräsentierter Bevölkerungsgruppen ist, hatte ich das Gefühl, dass mich Sos weitschweifiger Schreibstil von seinen Charakteren eher entfernt hat. Anthony Veasna So starb viel zu früh. Ich wünschte, wir hätten sehen können, wie sich sein Schreiben weiterentwickelt hätte. ~~~ Die Geschichten – vom Befreiungskampf der jungen Generation – spielen in Kalifornien. Obwohl viele der Figuren noch nie woanders gelebt haben, wirft der Völkermord der Roten Khmer einen unübersehbaren Schatten. Mal zeigt er, wie Traumata von Generation zu Generation weitergegeben werden, mal sorgt er für einen düsteren, komödiantischen Twist. Der Autor wollte Tropen über Einwanderergemeinschaften untergraben und einige von ihnen auf den Kopf stellen. Und so stoßen wir in dieser Stadt, die weder ganz zu Amerika noch ganz zu Asien gehört, „auf einen ganzen Kontinent von verschwiegenen, verdrängten, verbotenen Geschichten, geheimen Wünschen und sexuellen Fantasien“. „Afterparties wechselt nahtlos zwischen dem Absurden und dem Zärtlichen, balanciert beißenden Humor mit scharfer emotionaler Tiefe und bietet ein umfassendes Porträt des Lebens kambodschanischer Amerikaner.“ (Klappentext, englische Ausgabe) 2,5 ⭐

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Vita

Anthony Veasna So, 1992 geboren und 2020 verstorben, stammte aus Stockton, Kalifornien, und machte seinen Master in fiktionalem Schreiben an der Syracuse University. Seine Texte sind u.a. im New Yorker, The Paris Review, n+1 und Granta erschienen. Der Erzählband „Nach der Party“ wurde ausgezeichnet mit dem National Book Critics Circle's John Leonard Prize sowie dem Ferro-Grumley Award for LGBTQ Fiction. Er war New-York-Times-Bestseller und u.a. in New York Times, Washington Post und Los Angeles Times eines der Bücher des Jahres.

Zum Autor

Cornelius Reiber

Cornelius Reiber, geboren 1973, studierte Germanistik, Geschichte und Kulturwissenschaften in Köln und Berlin. Er lebt als Übersetzer in Berlin, daneben lehrt er an der Universität Basel.

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